Geschäftsführer will aus der Insolvenz

Für Neustart: Sonderverkauf bei Hemmerich in Werne

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Werne/Hamm - Heiner Hemmerich, Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH mit Standorten an der Bonenstraße in Werne und an der Werler Straße in Hamm, wehrt sich gegen die Insolvenz.

Donnerstag startet ein Räumungsverkauf im Werner Schuhgeschäft, von dem sich Hemmerich möglichst viel frisches Kapital für einen Neustart des Unternehmens erhofft. „Wir haben über Pfingsten rund 3000 Paar neueste Schuhe aus unserem Warenlager in die Filiale nach Werne geschafft. Die wollen wir unseren Kunden nun präsentieren“, verriet Hemmerich auf WA-Anfrage. Der „Räumungsverkauf“ laufe von Donnerstag bis mindestens Ende Juli. 

„Danach ziehe ich mit dem Insolvenzverwalter noch einmal Bilanz und wir schauen, wie es hier in Werne mit uns weitergehen kann.“ Konkret heißt das: Noch steht nicht fest, ob Hemmerich den Standort an der Bonenstraße aufgeben wird. 

Zusätzliche Aushilfen eingestellt

„Die Entscheidung, ob ich hier etwa ein neues Ladenlokal anmiete, hängt von vielen Faktoren ab – am wichtigsten ist natürlich das Verhältnis zwischen Mietkosten und Einnahmen“, erläuterte Hemmerich. 

Heiner Hemmerich expandierte 1987 nach Werne und leitet die GmbH in dritter Generation.

Damit besagte Umsatzsumme möglichst hoch ausfalle, habe er derzeit alle verfügbaren personellen Kräfte in Werne gebündelt. „Vier bis fünf Mitarbeiter werden während des Räumungsverkaufes immer vor Ort sein.“ Zudem habe ihm sein Insolvenzverwalter das Okay gegeben, temporär zusätzliche Aushilfen einzustellen. 

"In Werne eventuell an anderer Stelle"

Ursache für die seit Mai bekannte Insolvenz ist die finanzielle Schieflage in Werne. Der Verkauf in der Hammer Filiale laufe vorerst zu unveränderten Konditionen weiter. Dort hatte Hemmerich bereits zum Ende des vergangenen Jahres eine Filiale am Marktplatz aufgeben müssen

Seine jetzigen Standorte inklusive der dort beschäftigten Mitarbeiter möchte er mit allen Mitteln halten – „wenn auch in Werne eventuell an anderer Stelle.“ Erst einmal konzentriere er sich deshalb nun voll und ganz auf die kommenden Wochen. „Hamm ist nun der normale, aufgeräumte Laden mit überschaubarem Sortiment, Werne das Outlet mit riesiger Auswahl.“

Von Sharin Leitheiser

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