Empfehlung der Bischofskonferenz

Coronavirus: Kein Weihwasser mehr in St. Christophorus

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Das Weihwasser aus den katholischen Kirchen in Werne wird entfernt.

Werne – Mit der ersten Infektion im Landkreis Heinsberg hat das Coronavirus seit Dienstag auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Während Virologen weiterhin vor Panikmache warnen, ist in Werne Mundschutz längst ausverkauft, Desinfektionsmittel werden immer knapper.

Am Freitag hat auch die Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus reagiert. „Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Empfehlung erlassen, die wir nun umsetzen“, teilt Pfarrdechant Jürgen Schäfer mit. Um Infektionen zu vermeiden, wird das Weihwasser am Eingang der Kirchen entfernt. Die Gemeinde verzichtet dazu beim Friedensgruß auf den Händedruck oder die Umarmung. 

Vor dem Austeilen der Kommunion desinfizieren Priester und Kommunionhelfer dazu ihre Hände, nennt Schäfer eine weitere Vorbeugemaßnahme zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Coronavirus. Die Kirchengemeinde möchte mit den Maßnahmen verantwortlich handeln und die Gefahr einer Ansteckung möglichst verkleinern. 

Große Nachfrage in Werner Apotheken

Die heimischen Apotheker können sich derzeit vor Anfragen nach Schutzmasken und Desinfektionsmitteln kaum retten. In der Apotheke am Solebad und der dazugehörigen Apotheke am Steinhaus war die am Donnerstag eingetroffene Lieferung mit insgesamt 40 Halbliter-Flaschen mit Desinfektionsflüssigkeit schnell ausverkauft. „Da bekommen wir immerhin schleppend Nachschub“, sagt Apothekerin Julia Matlachowsky. Bei Masken der Stufe FFP3 sei dagegen vorerst nicht mit Nachschub zu rechnen. „Die sind aber auch nur für betroffene Patienten und das Personal in Krankenhäusern sinnvoll“, unterstreicht die Expertin. 

Auf der Homepage des Kreises Unna werden Informationen sowie Tipps für richtige Verhaltensweisen gebündelt: www.kreis-unna.de

Das ServiceCenter der Landesregierung hat dazu ein Bürgertelefon zum Thema eingerichtet. Montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr werden unter der Nummer 0211/8554774 allgemeine Fragen beantwortet, es erfolgt jedoch keine medizinische Beratung zum Coronavirus.

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