Verkehrswacht  zu Gast im Berufskolleg

Hände weg vom Handy beim Autofahren

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Schüler Muayad Airnkouse testet den neuen 3D-Fahrsimulator und wird dabei von Dörte Grod von der Kreisverkehrswacht Unna unterstützt. Auch wenn es nur eine Simulation ist, muss er sich konzentrieren, denn es kann immer etwas passieren. 

Werne - Während der Fahrt das Navi einschalten oder „nur kurz mal aufs Handy schauen“ – so etwas hat wahrscheinlich jeder Autofahrer schon einmal gemacht. Wie gefährlich eine so kurze Ablenkung ist, hat die Verkehrswacht Unna am Dienstag den Schülern des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs gezeigt.

Wie in jedem Jahr warten im Forum der Schule schon die unterschiedlichsten Gerätschaften auf die Schüler. Sie können einen Sehtest machen, ihre Reaktionsgeschwindigkeit testen oder in einem Simulator die Aufprallwucht bei einem Unfall erleben. Neu sind in diesem Jahr der 3D-Fahrsimulator und der Aufmerksamkeitsgenerator. „Das ist ein neues Phänomen mit dem Handy am Steuer“, erklärt Manfred Grod von der Verkehrswacht.

 „32 Prozent aller Verkehrsunfälle passieren, weil jemand während der Fahrt mit dem Handy oder dem Navigationsgerät beschäftigt ist. Und die Tendenz steigt. Wir wollen die Schüler darauf aufmerksam machen und ihnen zeigen, wie man sich vernünftig im Straßenverkehr verhält“, so Grod.

Der Aufmerksamkeitsgenerator zeigt auf einem Bildschirm eine Straße. Die Schüler fahren in einem Simulator und müssen nur Gas geben und bremsen. Sie werden dabei von einem Tablet-PC an der Seite abgelenkt. „Suche die Straße...“ oder „Ruf Oma an“ ertönt es. Während die Schüler auf das Gerät schauen, läuft jemand vor das Auto oder ein Pkw zieht plötzlich aus einer Straße heraus. „Der kam auf einmal an“, ruft Schüler Serkan Özdemir schockiert, als ihm eine Person vor das Auto läuft. „Ja so schnell geht das, und du warst nur kurz abgelenkt“, bestätigt Anke Wienecke von der Verkehrswacht: „Komm, wir schauen uns die Strecke nochmal ohne Ablenkung an“.

 Und tatsächlich: Ohne die Ablenkung durch das Handy fällt dem 18-Jährigen der Schüler am Straßenrand schon frühzeitig auf und er bremst. „Die Situationen, die der Generator nachstellt, hat es alle wirklich gegeben. Es sind alles Unfälle aus München, bei denen Personen gestorben sind“, erklärt Wienecke den Schülern. Die Information schockiert die Schüler sichtlich. „Ich schaue bei der Fahrt schonmal aufs Handy, wenn ich die Musik wechseln möchte. Aber jetzt werde ich auf jeden Fall mehr darauf achten – und das nicht mehr tun“, sagt Serkan. 

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