Traditionelles Gericht aus dem Münsterland

Graue Erbsen mit Hering: Clemens Overmann hält eine Aschermittwoch-Tradition am Leben

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Zur Faschings- und Fastenzeit kamen früher im Münsterland immer Graue Erbsen auf den Tisch. Ein Gericht, was allmählich in Vergessenheit gerät.

Werne - Wenn mit dem Aschermittwoch der Karneval endet und die Fastenzeit beginnt, gehört bei Clemens Overmann nur ein Gericht auf den Tisch: Graue Erbsen mit Zwiebelsoße und eingelegtem Hering. Das Gericht werden viele Werner und alteingesessene Münsterländer kennen, denn es hat in dieser Gegend eine lange Tradition.

„Früher gab es das Gericht in den Restaurants umsonst. Man musste nur den Hering zahlen“, weiß Overmann aus Erzählungen seines Vaters. Graue Erbsen – auch Kapuzinererbsen genannt – kommen ursprünglich aus dem Norden, sind aber auch in Ostfriesland und eben im Münsterland verbreitet. 

Früher galten sie als „Arme-Leute-Essen“. Heute sind sie allerdings nicht mehr so populär – sehr zum Bedauern Overmanns. In seinem Laden an der Steinstraße gibt es daher jedes Jahr Graue Erbsen zu kaufen. 

Die Grauen Erbsen werden auch Kapuzinererbsen genannt - angelehnt an die Kutten-Farbe der Kapuziner.

„Ich bin dankbar, dass ich sie noch bekomme. Das darf nicht aussterben“, sagt Overmann, der die Erbsen aus dem Norden bezieht. Seines Wissens gebe es neben ihm nur noch einen Laden in NRW, der die Erbsen anbietet. Auch das Rezept ist bei Overmann nachzulesen.

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