35 Grad! So kommt Werne mit der Hitze klar

Die Gärtnerei des Baubetriebshofs rückt alle zwei Tage raus, um die Bepflanzung der Stadt zu gießen.

Werne - Der Sommer zeigt gerade seine heiße Seite. Die Hitze macht manchen Menschen zwar in diesen Tagen ordentlich zu schaffen, in fast allen Bereichen stellt man sich in Werne aber auf das Klima ein.

Schüler und Lehrer schwitzen in den Schulen und im Süßigkeiten-Laden schmilzt die Schokolade weg. So reagieren die Menschen in Werne auf das heiße Wetter.

Sek-II-Schulen

Die Schulleitungen der Werner Schulen haben wegen des Wetters Hitzefrei ausgerufen. Das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) und das Gymnasium St. Christophorus haben in Absprache beschlossen, dass seit gestern bis einschließlich Freitag nach der sechsten Stunde Schluss sein wird. „Die Wettervorhersagen – auf die man sich natürlich nicht immer zu hundert Prozent verlassen kann – waren in dieser Woche sehr eindeutig“, erklärte AFG-Schulleiter Marcel Damberg. Am Montag fand an den beiden Gymnasien der Unterricht noch regulär statt, weil zuerst die Eltern informiert werden mussten. Ähnlich ist es an der Marga-Spiegel-Sekundarschule. Dort kommen Schüler und Lehrer trotz neuer Kühlungsanlage ins Schwitzen. Die funktioniert zwar einwandfrei, in den Klassenräumen ist es aber dennoch zu heiß für Unterricht. An der Sekundarschule findet dienstags und freitags sowieso kein Nachmittagsunterricht statt. Schulleiter Hubertus Steiner gab den Schülern daher am Mittwochnachmittag frei (der Donnerstag ist wegen Schulabschlüssen ebenfalls verkürzt).

Grundschulen

An den Grundschulen ist hingegen schon ab mittags Feierabend: An der Uhlandschule haben die Kinder in der gesamten Woche nach der vierten Stunde Schulschluss (11.50 Uhr), an der Grundschule Wiehagen entschied sich Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen dafür, die Kinder Mittwoch und Donnerstag zur fünften Stunde nach Hause zu entlassen.

Und für die Schüler vielleicht mindestens genauso wichtig: „Sie bekommen in dieser Zeit auch keine Hausaufgaben auf. Sie sollen sich ausruhen und auf sich achten. Trinken ist bei uns gerade Hauptfach“, sagt die Schulleiterin.

Einzelhandel

Schwierig ist das Wetter auch für manche Einzelhändler. Etwa der Süßigkeiten-Laden Hussel am Markt machte ab 13 Uhr dicht: „Wir sind solchen Temperaturen einfach nicht gewachsen. Uns schmilzt regelrecht die Schokolade weg“, erzählt die Verkäuferin Sandra Nagel. Der Raum ist zwar klimatisiert, sodass Nagel hinter der Hussel-Theke einen kühlen Kopf bewahren kann, um die Süßigkeiten zu kühlen reicht das aber nicht.

Altenheim

In vielen Pflegeeinrichtungen gibt es in dieser Woche nicht gerade Normalbetrieb: So achtet das Personal im Seniorenzentrum Antonius darauf, dass die Bewohner den Umständen angemessen versorgt werden. Fenster und Balkontüren werden morgens geschlossen, Jalousien heruntergelassen und stark eingeschränkte Senioren eher leicht bekleidet. Zudem gibt es in der Küche leichte Kost, wie Einrichtungsleiterin Anke Adebahr erklärt.

Baubetriebshof

Probleme oder Beeinträchtigungen blieben beim Baubetriebshof bisher aus. Die Sommerbepflanzungen der Stadt müssen wegen der Hitze häufiger gegossen werden. Die Gärtnerei des Baubetriebshofs rückt aktuell alle zwei Tage dazu raus. „Unsere Mitarbeiter schwitzen – wie alle anderen auch“, verrät Monika Biermann vom Baubetriebshof.

CARLO CZICHOWSKI

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