Girls- und Boys Day gibt Einblick in viele Berufe

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Bürgermeister Lothar Christ begrüßte die Girls und Boys im Stadthaus.

Werne - In der öffentlichen Wahrnehmung werden manche Berufe immer noch bestimmten Geschlechtern zugeordnet. Einen Brand löscht angeblich ein Feuerwehrmann und Krankenhauspatienten versorgt die Krankenschwester. Um diese althergebrachten Klischees zu durchbrechen, fand am Donnerstag wieder der bundesweite Girls’- und Boys Day statt.

Ein alljährlicher Aktionstag, an dem Jungen und Mädchen in Berufe ‘reinschnuppern, die für ihr Geschlecht als untypisch gelten. Auch die Achtklässler des Anne-Frank-Gymnasiums und der Marga-Spiegel-Schule nahmen teil. 

Die Stadtverwaltung öffnete für fünf Schülerinnen des AFG und einen Schüler der Marga-Spiegel-Schule ihre Türen. Gestern Morgen begrüßte Bürgermeister Lothar Christ die Tagespraktikanten im Stadthaus. „Es ist sehr wichtig, Eindrücke von verschiedenen Berufen zu bekommen“, sagte Christ. Auch wenn es bis zur ersten richtigen Bewerbung für die Schülerinnen und Schüler noch einige Jahre dauere, sei es wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen. „Bei uns in der Stadtverwaltung sind sogar mehr Frauen als Männer tätig“, betonte Christ auch mit Blick auf die Mehrheit an Teilnehmerinnen.

 Die Schülerinnen und Schüler verbrachten ihren Tag bei der Feuerwehr oder im Sozialamt der Stadt. „Versucht, viele Erfahrungen zu sammeln, irgendwann werdet ihr sie brauchen“, appellierte Christ an die Jugendlichen. 

Viele Erfahrungen sammelte auch Sophia Hemsing. Die 14-Jährige verbrachte ihren Tag in der Tischlerei Hols in Werne. „Ich habe mir den Beruf ganz anders vorgestellt, weniger modern“, sagte die Schülerin des AFG. Während ihres Arbeitstages half sie beim Reparieren von Fenstern und Blendläden, beim Bau einer Vitrine aus Massivholz und bei der Montage von Türen auf einer Baustelle. Der Beruf sei zwar anstrengend, aber auch sehr kreativ. „Es war eine tolle Erfahrung, einen Einblick zu bekommen“, so die 14-Jährige.

 Etwas theoretischer sah die Arbeit für Sam Hinz aus. Für den 15-Jährige galt das Motto „zusehen und lernen“, denn die Haare der Kunden des Friseursalons „Coiffeur Baronesse“ durfte er nicht schneiden. „Ich habe schließlich keine Ausbildung gemacht“, so der Schüler des AFG. Also fegte der Tagespraktikant vor allem Haare zusammen, reinigte Rasierer und Lockenwickler oder bekam von den Friseurinnen Tipps für den richtigen Schnitt. 

Besonders gefallen habe ihm die entspannte Arbeitsatmosphäre. „Kundenkontakt ist sehr wichtig. Das gefällt mir“, erklärte der Gymnasiast. Seine berufliche Zukunft könne er sich durchaus in dem Bereich vorstellen. „Ich würde aber eher Barbier werden“, war sich der 15-Jährige sicher.

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