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Gesetzesänderung: Ukrainer „sorgen“ für Anstieg der Arbeitslosigkeit in Werne

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Von: Kristina Köller

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Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote in Werne ist im Juni gestiegen. (Symbolfoto) © picture alliance / Julian Strate

Die Arbeitslosenquote in Werne ist im Juni gestiegen. Das hängt mit einer Gesetzesänderung für geflüchtete Ukrainer zusammen. Ihnen werden aber gute Chancen eingeräumt, schnell einen Job zu finden.

Werne - Die Arbeitslosenquote in Werne ist im Juni – wie im ganzen Kreis Unna (+0,4 auf 6,3 Prozent) – gestiegen. Das hat laut dem Bericht der zuständigen Agentur für Arbeit in Hamm besonders einen Grund.

Lag die Arbeitslosenquote im Mai noch bei 5,1 Prozent, ist sie im Juni 2022 auf 5,4 Prozent gestiegen. Im Juni 2021 lag die Quote dagegen noch bei 5,7 Prozent. Insgesamt 876 Werner, das ist ein Plus von 51 Personen, sind aktuell arbeitslos. 434 Menschen davon sind Männer, 442 Frauen. Der Großteil ist 55 Jahre und älter.

Ukrainer haben hohes Qualifikationsniveau

Dass die Zahl im Juni gestiegen ist, hängt laut dem Agenturchef Thomas Helm viel mit dem Krieg in der Ukraine zusammen. „Die steigende Arbeitslosigkeit im Juni ist neben der saisontypischen Beendigung von Schullaufbahnen junger Menschen überwiegend den Auswirkungen des Ukraine-Krieges zuzuschreiben.“

Das habe einen Grund: „Seit Anfang Juni werden ukrainische Geflüchtete nicht mehr vom Asylbewerberleistungsgesetz unterstützt, sondern durch die Grundsicherung, entsprechend fließen sie in die Arbeitslosenstatistik ein.“

Helm rechne damit, dass die Zahl noch weiter steigen könnte, gehe aber auch davon aus, dass die Ukrainer aufgrund des hohen Qualifikationsniveaus gut einen Job finden könnten, wenn sie Deutsch sprechen würden.

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