Bäckereien müssen Café-Betrieb schließen

Geschäfte in Werne müssen erst Donnerstag schließen - auch Eisdielen betroffen

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Andrea Bonitz, Filialleitung bei R+S Schuhe in der Bonenstraße, wusste am Mittwoch seit 8.30 Uhr über die Anordnung Bescheid und haben die Filialen in der Innenstadt und im Rewe-Center bereits vormittags geschlossen. 

Werne – Wenn die Inhaber nicht schon von sich aus die Konsequenzen gezogen und ihre Läden geschlossen haben, können die Werne am heutigen Mittwoch noch besorgen, was ihnen beliebt. Von Amts wegen müssen Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, erst ab Donnerstag geschlossen bleiben. Denn die vom Land erst am späten Dienstagabend erweiterten Vorgaben zu „kontaktreduzierenden Maßnahmen“ lassen sich gar nicht schneller rechtswirksam umsetzen.

„Wir hatten bis heute Vormittag keinerlei Anordnung des Landes auf dem Tisch, bereiten jetzt aber die nächste Verfügung und Veröffentlichung im Amtsblatt vor. Damit gelten diesen Bestimmungen, wie immer, am Tag nach der Veröffentlichung, also ab Donnerstag“, sagte Ordnungsdezernent Frank Gründken dem WA. 

Die Änderung sei im Verteiler über die Bezirksregierung wohl auf der Strecke geblieben. Ohnehin seien die Dinge ständig im Fluss. Erste Botschaften über den behördlichen Flurfunk ließen bald weitere Einschränkungen erwarten. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis NRW die Ausgangssperre verhängt.

Von der Schließung ausgenommen sind:

  • Einzelhandel für Lebensmittel 
  • Wochenmärkte 
  • Getränkemärkte 
  • Abhol- und Lieferdienste 
  • Apotheken 
  • Sanitätshäuser 
  • Drogerien 
  • Tankstellen 
  • Banken/Sparkassen 
  • Poststellen 
  • Friseure 
  • Reinigungen 
  • Waschsalons 
  • Zeitungsverkauf 
  • Bau- und Gartenbau 
  • Tierbedarfsmärkte 

+++ Hier finden Sie den aktuellsten Erlass im Wortlaut +++

„In der Konsequenz werden wir nun auch die Eisdielen schließen“, kündigte Gründken an. Döner-Läden und Schnellimbisse betrachte die Verwaltung dagegen als Teil der Grundversorgung. Sie könnten im Rahmen der Beschränkungen für Speisegaststätten (6 bis 15 Uhr, 50 Prozent der Plätze) weiter öffnen und auch liefern. Wie es mit der Abholung von Speisen aussieht, müsse für die Verfügung noch geklärt werden.

Bäckereien sollen ebenfalls weiter ihre Waren verkaufen dürfen, der Cafe-Bereich sei aber zu schließen, so der Dezernent. Über die Kontrolle der Maßnahmen ab dem morgigen Tag berät am Nachmittag der Stab für außergewöhnlich Ereignisse.

Bürgermeister Lothar Christ informierte am Mittwochmorgen über die ersten bestätigten Corona-Fälle in Werne.

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