Nach Wasserschaden in der Kita

Gemeinden rücken zusammen: Evangelische Kirche macht Platz für katholische Einrichtung St. Sophia

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Es gibt einiges zu tun: Die Räume werden von zahlreichen Helfern vollständig ausgeräumt.

Stockum – Umzugskartons packen, Wände einziehen, streichen, putzen – es gibt einiges zu tun im evangelischen Gemeindezentrum in Stockum. Seit gut einer Woche steht fest, dass die 77 Kinder der Kita St. Sophia in das Gebäude einziehen.

Die nahe gelegene katholische Einrichtung muss wegen eines Wasserschadens freigezogen werden. Eltern, Erzieherinnen und Helfer packen nun gemeinsam mit an, um den Umzug am Freitag über die Bühne zu bringen. Schon zu Beginn der Woche ging es hoch her im Gemeindezentrum, damit dort der Kitabetrieb ab Montag weitergehen kann. 

Auch wenn das Gebäude im Großen und Ganzen unverändert bleibt, muss einiges überarbeitet und eine neue Raumeinteilung vorgenommen werden, damit die vier Kita-Gruppen Platz finden. Zwei Gruppen werden sich den Raum teilen, in dem bis dato Gottesdienste gefeiert wurden. Eine Gruppe nutzt den Raum, in dem die Chorproben stattgefunden haben. Und ein weiterer Raum entsteht durch das Einziehen einer Trockenbauwand. 

Im evangelischen Gemeindezentrum in Stockum wird alles vorbereitet, damit die 77 Kinder der Kita St. Sophia hier ab kommender Woche betreut werden können. Der Umzug selbst ist für Freitag geplant.

Damit das Ausräumen des Gemeindehauses pünktlich über die Bühne gehen kann, wurden die Eltern um Unterstützung gebeten. Außerdem ist eine ganze Reihe Handwerker im Gemeindezentrum zugange, um Maler- und Tischlerarbeiten, Elektroinstallationen und den Innenausbau anzugehen. „Die zeigen eine wahnsinnige Hilfsbereitschaft“, sagt die Verbundleiterin der katholischen Kindertagesstätten, Stefanie Heider. „Die schaufeln sich die Terminkalender frei, um den Kindern den Umzug zu ermöglichen – das ist nicht selbstverständlich.“ 

Gemeinden rücken weiter zusammen

Die katholische und die evangelische Gemeinde rücken in Stockum aus der Not heraus früher als erwartet zusammen: Erst vor einigen Wochen war entschieden worden, die Kirche St. Sophia und das dortige Pfarrheim ab Ende 2020 gemeinsam zu nutzen

Das evangelische Gemeindehaus sollte eigentlich aufgegeben werden. Nun bietet es den Kindern aus St. Sophia ein neues Zuhause. Die Gruppen, die bisher die Räumlichkeiten im evangelischen Gemeindezentrum genutzt haben, ziehen nun früher als vorgesehen in die Räumlichkeiten der katholischen Kirchengemeinde um. 

Das Gemeindezentrum wird ausgeräumt.

Die Eltern der Kinder aus St. Sophia wurden in der vergangenen Woche nach einer Elternbeiratssitzung über den genauen Zeitplan für den Umzug informiert. Die Betreuung kann auch in dieser Woche verlässlich stattfinden. Viele Eltern fanden aber eine Möglichkeit, ihre Kinder anderweitig betreuen zu lassen, damit die Mitarbeiterinnen der Kita mehr Zeit für die Umzugsvorbereitungen haben. 

„Es ist viel Arbeit, aber es macht auch irre viel Spaß zu sehen, mit wie viel Engagement und Herzblut das für die Kinder gemacht wird“, sagt Heider. 

Helfer für Umzug gesucht

Am Freitag ab 8 Uhr beginnt der Umzug. Alle Kinder werden an diesem Tag bei Familie Dahlkamp betreut, sodass die helfenden Eltern auch über das Ende der regulären Betreuungszeit hinaus mit anpacken können. Am Tag des Umzugs sind Trecker und Hänger im Einsatz. 

Der Umzug selbst soll am Freitag möglichst komplett abgeschlossen werden, damit am darauffolgenden Montag in der „neuen“ Kita gestartet werden kann. „Freitag könnte es also auch ein wenig später werden“, verdeutlicht Heider.

Für den Umzug sind helfende Hände willkommen: Vereine, Gruppen und Einzelpersonen, die am Freitag Zeit haben, können sich in der Kita unter Tel. 6957 melden. Sie sind zudem aufgerufen, wenn möglich Werkzeug und Rollbretter mitzubringen.

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