Arbeiten laufen das gesamte Wochenende über

Es geht los: Vollsperrung der B54 wegen Brückenabriss ab Freitag

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Die Tage der Fußgängerbrücke über die B54 sind gezählt. Um Platz für einen Kreisverkehr zu schaffen, lässt die Stadt sie abreißen. Die Vorbereitungen dafür laufen.

Werne - Der Abriss der Fußgängerbrücke über die B54 startet am Freitagmorgen, 6. Dezember. Damit einher geht eine Vollsperrung der Münsterstraße. Um die möglichst kurz zu halten, laufen die Bauarbeiten das gesamte Wochenende über. Am Montagmorgen soll die Straße wieder frei sein. Insgesamt soll der erste Bauabschnitt der Maßnahme „Werne neu verknüpfen“ bis Mai dauern.

Den Zeitplan stellten gestern Adrian Kersting, Tiefbauamtleiter, und sein Vorgänger und Projektleiter Gisbert Bensch vor. Die Vollsperrung beginne am Freitag um 7 Uhr und gelte bis Montag, 9. Dezember, 6 Uhr. Um den Zeitplan einzuhalten, hat die ausführende Firma eine Ausnahmegenehmigung gestellt und diese auch von der Gewerbeaufsicht bekommen. „Die Firma darf am Sonntag und bis Mitternacht arbeiten“, so Bensch. 

Den Planern sei es wichtig gewesen, die Arbeiten nicht auf einen längeren Zeitraum auszudehnen. „Da nimmt man lieber etwas Lärm an einem Wochenende in Kauf.“ Die Firma wird die Brücke Stück für Stück „abknabbern“ und so den Platz schaffen für den Bau des Kreisverkehrs, der den Becklohhof an die Münsterstraße anbinden soll. 

Weitere Vollsperrungen nicht vermeidbar

Nach dem Abriss der Brücke gehe es mit vorbereitenden Arbeiten dafür voran, so der Projektleiter. So müsse zum Beispiel Gelsenwasser Leitungen verlegen und für die später folgende neue Straßenbeleuchtung an der Stelle sei es nötig, Kabel zu verlegen. „Das sind alles Arbeiten ohne große verkehrlichen Beeinträchtigungen.“ Den Planern sei es wichtig gewesen, dieses Jahr keine weiteren Vollsperrungen zu haben. 

Nichtsdestotrotz werden diese im Verlauf der Arbeiten zwischendurch notwendig sein – es gehe aber immer nur um wenige Tage. „Eine Vollsperrung ist zum Beispiel notwendig, um den Asphalt aufzubringen“, erklärte Kersting. Die meiste Zeit aber soll der Verkehr über die Münsterstraße rollen. „Wir planen, mit einseitigen Sperrungen und Baustellenampeln zu arbeiten“, sagte Bensch. 

Er und Kersting hoffen, dass die Arbeiten im Mai 2020 fertiggestellt sind. Es seien etwa 120 Arbeitstage dafür eingeplant. „Aber gerade bei Bauarbeiten über den Winter werden aus vier auch mal schnell fünf Monate“, so Bensch. Für den Abbruch der Fußgängerbrücke, den Bau des Kreisverkehrs und der Erneuerung der Flügelwand der Hornebrücke – um die notwendige Breite des Fußwegs zu ermöglichen – nimmt die Stadt 590.000 Euro in die Hand. Für die förderfähigen Kosten gibt es eine Förderung von 75 Prozent. 

Busse fahren Umleitung

Die Arbeiten an der Münsterstraße werden auch Auswirkungen auf den Schienenersatzverkehr haben, den die Bahn im kommenden Jahr wegen der Damm-Sanierung einsetzt. „Der Plan war es, dass die Busse vom Bahnhof zum Busbahnhof und von dort wieder zur Münsterstraße fahren“, berichtete Kersting. „Stattdessen fahren sie nun vom Bahnhof zum Busbahnhof über den Bült und die Kurt-Schumacher-Straße.“ Das sei mit dem Planungsbüro so abgesprochen und verlängere die Fahrzeit um eine Minute. Auf den ÖPNV hat die Sperrung an diesem Wochenende nur geringe Auswirkungen: Eine Haltestelle gibt es in dem gesperrten Bereich nicht, die Linien S10 und R82 folgen der Umleitung.

Umleitungen für motorisierten Verkehr und Fußgänger

Im Zuge der Bauarbeiten an der Münsterstraße zwischen Einmündung Burgstraße und Kurt-Schumacher-Straße kommt es zwischendurch zu Vollsperrungen. Die Umleitung für den motorisierten Straßenverkehr führt dann aus Richtung Lünen kommend über die Kurt-Schumacher-Straße, Stockumer Straße und den Hansaring zurück zur Münsterstraße. 

Aus Stockum kommend führt die Umleitung entsprechend anders herum. Auch für Fußgänger und Fahrradfahrer gibt es einen kleinen Umweg: Ihre Umleitung führt sie über den Becklohhof und den Nachtigallenweg – also einmal um das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg herum. Diese Umleitung bleibt bestehen, wenn der Straßenverkehr frei rollt.

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