Fürstenhofhalle: Kein Abriss ohne Lärmschutz

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Der Abriss der Fürstenhof-Turnhalle ist beschlossene Sache. Bevor es dazu kommt, will der Kommunalbetrieb klären lassen, wie die Anwohner der Straße Fürstenhof vor dem Lärm geschützt werden können, der auf der benachbarten Skateranlage entsteht.

Werne – Für den geplanten Abriss der Fürstenhofhalle steht jetzt Geld zur Verfügung. Einen Zeitplan allerdings gibt’s noch nicht. Der Grund: Erst müssen Fragen zum Lärmschutz geklärt werden. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Außenwand zur Skateranlage stehen bleiben kann.

Auf 175 000 Euro ist der Abriss taxiert, inklusive der Kosten für ein Lärmgutachten und eine Statik-Berechnung zur Prüfung, ob die Hallen- überhaupt als Schutzwand infrage kommt. Das Geld ist frei geworden, weil geplante Ausgaben für den Abriss von Schulgebäuden (Wienbrede- und alte Wiehagenschule) 2019 voraussichtlich nicht mehr getätigt werden. Der KBW-Ausschuss gab am Mittwoch grünes Licht für die Veränderung im Wirtschaftsplan des Kommunalbetriebs, der Eigentümer des Gebäudes ist.

Stadt erstellt Gesamtkonzept fürs Karree

Ein Lärmschutz könnte auch durch einen Wall oder eine neue Wand gewährleistet werden, schildert KBW-Chef Frank Adamietz auf WA-Anfrage. Nötig wird er wegen der Wohnbebauung am Fürstenhof. Ein Anlieger dort hat bekanntlich schon Klage wegen des Lärms eingereicht, der vorm Jugendzentrum Juwel entsteht. Die Stadt hatte daraufhin die dortigen Sitzgelegenheiten verbrettern lassen.

Sollte die Außenwand der Fürstenhofhalle stehen bleiben können, geht Adamietz davon aus, dass sie ab Höhe der Glasbausteine abgetragen werden kann. Damit befinde sich die Oberkante der Mauer auf dem Niveau des höherliegenden Fürstenhofs.

Das frei werdende Areal steht als städtebauliche Entwicklungsfläche zur Verfügung. Das Planungsamt ist aufgerufen, ein Gesamtkonzept fürs Karree Münsterstraße, Bahnhofstraße und Fürstenhof zu entwickeln.

Auf dem Areal der Jahnturnhalle soll Wohnbebauung möglich werden. Nach Einschätzung des Jugendamts könnte auch der dortige Spielplatz in das Vorhaben einbezogen werden, weil an der nahe gelegenen Berliner Straße ausreichend Spielfläche zur Verfügung stehe. Darüber aber entscheidet am Ende die Politik.


Konkretere Pläne gibt es indes zur Nachnutzung des Grundstücks der zweiten Turnhalle, von der sich die Stadt im Zuge ihres neuen Sportstättenkonzepts verabschiedet hat. Gemeint ist die Jahnturnhalle an der Jahnstraße. Hier sollen Wohnungen entstehen, wobei der KBW am Mittwoch von der Politik ermächtigt wurde, in die Verkaufsverhandlungen einzusteigen. Parallel läuft das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans.

Weicht auch Spielplatz Wohnungsbau?

Laut Adamietz hängt es vom ausstehenden Votum des Stadtentwicklungsausschusses ab, ob an dieser Stelle Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder andere Gebäudearten realisiert werden. Das wiederum habe Einfluss auf die Frage, ob ein Projektentwickler zum Zuge komme und/oder Einzelgrundstücke vermarktet würden.

In die Planungen zur Wohnbebauung einbezogen werden kann nach Ansicht des Jugendamts auch die Fläche des angrenzenden Spielplatzes. Dieser könne im Zuge der Bedarfsplanungen aufgegeben werden, weil der nahe gelegene Spielplatz an der Berliner Straße mit Unterstützung von Bürgern stark aufgewertet werden konnte. Eine Entscheidung in der Sache müsste aber der Jugendhilfeausschuss treffen, lässt Jugenddezernent Alexander Ruhe ausrichten.

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