Bahnstrecke Dortmund-Münster

Noch immer keine verbindlichen Fahrtzeiten für den Schienenersatzverkehr

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Symbolbild

[Update] Werne – Die Zeiten für den Schienenersatzverkehr ab dem 6. Januar 2020 stehen noch immer nicht fest. Wie eine Eurobahn-Sprecherin auf WA-Anfrage mitteilte, seien die Daten noch nicht verfügbar. Frühestens am Dienstag, 17. Dezember, sollen die Zeiten online einsehbar sein. Derweil informierte die DB Netz AG Anfang der Woche im Stadthaus über Details zu den Arbeiten auf der Bahnstrecke Dortmund – Münster. Zwei Streckenabschnitte werden hier ab Januar saniert.

Wer sich aktuell bei der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn (DB) Verbindungen nach dem 6. Januar raussucht, bekommt bereits den Schienenersatzverkehr (SEV) angezeigt – teilweise mit bis zu einer halben Stunde Wartezeit beispielsweise in Davensberg. „Die momentanen Daten bezüglich des SEV für die RB 50 in der DB-App sind nicht aktuell“, teilte eine Sprecherin der Eurobahn am Dienstag auf WA-Anfrage mit. 

Das Unternehmen habe neue Zeiten an die Deutsche Bahn weitergegeben, diese sollten ursprünglich ab Freitag sowohl in der DB-App als auch auf der Internetseite der Eurobahn abrufbar sein. Auf erneute Nachfrage der Redaktion teilte aber eine Sprecherin mit, dass dies wohl erst in der kommenden Woche der Fall sein wird.

Fragen zum Ablauf geklärt

Bei einer Bürgerinfo im Stadthaus erläuterten Mitarbeiter der DB Netz AG am Dienstag noch einmal detailliert die geplante Baumaßnahme am Streckenabschnitt in Werne. „Je besser man versteht, was dort passiert, desto besser kann man sich mit eventuellen Lärmbelästigungen arrangieren“, begründete Bürgermeister Lothar Christ eingangs den Hintergrund der Informationsveranstaltung. Als Vertreter der DB Netz standen Markus Vierhaus und Sebastian Fax für Fragen zur Verfügung. 

Baustellenbereiche 

Der von den Reparaturen betroffene Gleisbereich beginnt an der Straße Penningrode/Ovelgönne und reicht bis kurz hinter Amazon/Am Romberg. An beiden Enden wird es sogenannte Baustelleneinrichtungsflächen geben: im Westen auf einer Grünfläche zwischen Martinsweg und Bahndamm, im Norden auf einer Fläche in Höhe des Raiffeisen-Marktes. 

Auf dem rot markierten Streckenabschnitt will die DB Netz ab dem 6. Januar rund acht Monate lang Bauarbeiten am Bahndamm in Werne durchführen.

Ablauf der Bauarbeiten 

Dass die Strecke eingleisig ist, stellt die DB Netz vor besondere Herausforderungen, erklärte Vierhaus. Mit der Sanierung wird aus Richtung Bahnhof begonnen. Das Material wird aus der entgegengesetzten Richtung angeliefert, sodass aus zwei Richtungen am Bahndamm gearbeitet wird. 

Die Arbeiten erfolgen laut Vierhaus voraussichtlich montags bis freitags. Je nach Baufortschritt könnte es auch samstags gearbeitet werden, „um die Sperrpause möglichst effizient zu nutzen“. Lärmintensive Arbeiten, beispielsweise das Rammen der Spundwände, sollen nur zwischen 7 und 20 Uhr durchgeführt werden. Außerhalb dieser Zeiten könne es höchstens vorkommen, dass Baumaterial mit Lastwagen angeliefert wird. Sollten durch die Baumaßnahme Schäden beispielsweise an einer Straße verursacht werden, so versprach Vierhaus, werde man diese hinterher ausbessern. 

Das wird gemacht 

Auch auf die Ursache der Schäden, die die 30 Millionen Euro teure Baumaßnahme nach sich ziehen, ging Vierhaus während der Bürgerinfo noch einmal ein. Nach dem extrem trockenen Sommer im vergangenen Jahr waren Risse im Bahndamm bei Werne und zwischen Ascheberg und Davensberg festgestellt worden. Als Ursache gilt tonartiger Boden, der einst beim Bau des Damms verwendet wurde. Er schwillt bei Nässe an und trocknet schnell aus. 

Um weiterhin die Tragfähigkeit des Damms gewährleisten zu können, werden rund 8 500 Spundwände eingesetzt, 60 Prozent davon im Bereich Werne. Man habe verschiedene Verfahren abgewägt, so Vierhaus. Die Spundwände seien die beste Option gewesen, die sich auch als nachhaltig erweist. So sei beispielsweise auch gewährleistet, dass man die Strecke noch ausbauen könnte. Bekanntlich fordern die Anrainerkommunen auf der Strecke Münster – Dortmund einen zweigleisigen Ausbau.

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