Ein Grab für Bello, Miezi & Co: FDP möchte die Werner Friedhofssatzungen ändern

+
Letzte Ruhestätte fürs Haustier - so sieht das beispielsweise in München aus.

Werne - Erst für Oma eine Grabkerze anzünden und dann weiter zu Bellos letzter Ruhestätte. Die FDP will das möglich machen:

Nach den Vorstellungen der Werner Liberalen könnte so künftig der Besuch auf den beiden Werner Friedhöfen aussehen. Die Fraktionsvorsitzende Claudia Lange hat einen Ratsantrag vorgelegt, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, sich darum zu kümmern, dass auf den kirchlichen Anlagen am Südring und auf dem städtischen Friedhof in Stockum künftig auch Tierbestattungen erlaubt sind.

Was sagen die Kirchengemeinden?

„Wie sieht eine mögliche planerische Umsetzung von Tierbestattungen auf dem örtlichen Friedhof aus?“, fragt die FDP – und möchte zudem die Kosten dafür erfahren. Außerdem solle die Stadt in der Angelegenheit Kontakt mit „der Kirche“ aufnehmen, um den Sachverhalt zu klären. Da gibt es zwei Adressaten: Die katholische Gemeinde St. Christophorus bestimmt auf dem alten Teil des Werner Friedhofs am Südring, nach welchen Regeln sich Bestattungen und Grabgestaltung zu richten haben. Auf dem Areal südlich des Südrings hat die Evangelische Kirchengemeinde das Sagen. Der Friedhof in Stockum ist Sache der Stadt. Deshalb kommt das Thema auf den Tisch, wenn der Bezirksausschuss Stockum ab 17.30 Uhr in der dortigen Grundschule tagt. 

Für "Familienmitglieder und "letzte Weggefährten"

Inhaltlich begründen die Liberalen ihren Vorstoß damit, dass Menschen, die „viele Jahre mit ihrem geliebten Haustier“ verbrächten, diese oftmals als „Familienmitglied“ oder „letzten Weggefährten im Alter“ betrachteten. Dem Wunsch nach einer Grabstätte für Haustiere stünden die Friedhofssatzungen entgegen. Aber es gebe ein Umdenken, andere Kommunen hätten Tierbestattungen schon zugelassen.

In anderen Städten ist das schon erlaubt 

Dabei verweist die FDP unter anderem auf die Stadt Essen. Dort ist nach Presseberichten die Tierbestattung als Grabbeigabe auf dem Kommunalfriedhof erlaubt. Im Revier gibt es auch Tierkrematorien und gewerbliche Tierbestatter. Gegen den Vertrag einer Gemeinde mit einem Tierfriedhofbetreiber über die Überlassung eines Friedhofsareals für Tiergräber hat die Evangelische Landeskirche aber interveniert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare