Antrag mit vier Forderungen eingereicht

UWW fordert: Werne soll Klimaoffensive starten

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Werne - Die Städte Münster und Hamm haben ihn, die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne (UWW) will ihn auch ausrufen: den Klimanotstand. Die UWW-Fraktion im Stadtrat hat beim Bürgermeister daher einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Statt Klimanotstand spricht die UWW allerdings von einer Klimaoffensive, die ausgerufen werden soll – ehe es zu spät sei. Sollte der Stadtrat dieser Forderung der UWW-Fraktion zustimmen, würde sie sich zu folgenden vier Punkten verpflichten: Die Stadt erkennt die Existenz einer Klimakrise an und erklärt die Eindämmung der „schwerwiegenden Folgen“ zur höchste Priorität. Außerdem werden vor Ort Maßnahmen ergriffen, die die globale Erderwärmung auf einen Anstieg um maximal 1,5 Grad begrenzt. Des Weiteren verpflichtet sich die Stadt, das Klima bei sämtlichen Entscheidungen zu berücksichtigen und Lösungen zu bevorzugen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken.

Dächer bepflanzen und in Photovoltaik investieren

Zusätzlich soll der Bürgermeister Rat und Öffentlichkeit regelmäßig über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Umsetzung informieren. Wie Karsten Meinke, sachkundiger Bürger im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr mitteilte, sei eine Klimaoffensive notwendig, um einen Beitrag für die Rettung der Welt zu leisten. Die UWW habe in der Vergangenheit genügend Anregungen gegeben, um die Situation zu verbessern. So forderte sie, Dächer öffentlicher Gebäude zu bepflanzen, oder verstärkt in Photovoltaik-Anlagen zu investieren. „Bisher ist aber nichts passiert“, sagt Meinke. Von der Ausrufung des Klimaoffensive erhoffe er sich, dass sich das Bewusstsein von Grund auf verändere.

UWW will niemanden bevormunden

Wichtig sei ihm allerdings, dass sich keiner bevormundet fühle. Jüngst sei ein Antrag der Bündnisgrünen vom Rat abgelehnt worden, in dem sie Steine in Vorgärten verbieten wollten: „Das haben wir abgelehnt. Wir wollen niemandem vorschreiben, was er in seinem Garten zu pflanzen hat“, versichert Meinke. Stattdessen fordere die UWW-Fraktion, dass die Stadt Geld in die Hand nehme – etwa für mehr Lade-Stationen für Elektro-Autos. Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr sowie in der nächsten Stadtratsitzung (9. Oktober) wird der Antrag dann Thema sein. Dass Werne dem Beispiel Hamms und Münsters folgen wird, ist laut Meinke keine Frage. Er glaubt fest daran, dass die Offensive kommen wird. „Denn wer gegen diesen Antrag stimmt, der hat die Ernsthaftigkeit der Situation wohl immer noch nicht verstanden“, erklärt er.

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