Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz

Kleinbagger, Sachspenden und Wasser für die Unwetter-Opfer: Landwirte helfen in Ahr-Region

Neben Maschinen hatten die Helfer aus Werne und Umgebung auch Lebensmittel und Sachspenden von Bürgern im Gepäck
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Ab dem Hof Schulze Blasum in Werne startete eine Lieferung mit Hilfsgütern - unter anderem mit Kleinbaggern - in die Unwetter-Krisenregion.

Vom Hof Schulze Blasum in Werne aus haben sich mehrere Helfer samt schwerem Gerät auf den Weg in die Ahr-Region gemacht. Sie wollen die Menschen im Unwetter-Krisengebiet unterstützen.

Werne - Mehrere SUV und Transporter rollten am Sonntag gegen 6 Uhr morgens vom Hof Schulze Blasum in Werne - und das schwer beladen. Auf Anhängern befördern sie unter anderem mehrere Kleinbagger in die Ahr-Region. Die Gerätschaften sollen im Krisengebiet zum Einsatz kommen. (Neuigkeiten zur Situation in der Eifel)

Hauptinitiator der spontanen Aktion ist Landwirt Johannes Laurenz. Unter anderem in Kooperation mit dem Maschinen-Verleih Hönnemann wollen Laurenz und weitere Helfer die Arbeiten vor Ort unterstützen. Vorausgegangen war der Aktion der Hilfe-Aufruf von Markus Wipperfürth, einem befreundeten Landwirt, der sich bereits in der Krisenregion befindet.

Flutkatastrophe in der Eifel: Hilfe für die Ahr-Region aus Werne

Man benötige dringend unter anderem mobile Reifenmaschinen, Hydraulikschlauchpressen und Frischwasser hatte letzterer geschrieben. Kleinere Maschinen sind nötig, um nun auch in kleinen Gassen räumen zu können. Laurenz und Co. hatten diese nun im Gepäck. Genauso wie Nudeln, Pampers, Hundefutter, Kindernahrung und Hygieneartikel - alles Spenden von Bürgern, die diese kurzfristig auf dem Hof vorbeigebracht hatten, wie Judith Reher vom Hof Schulze Blasum auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte.

Neben Maschinen hatten die Helfer aus Werne und Umgebung auch Lebensmittel und Sachspenden von Bürgern im Gepäck.

„Die Situation ist unvorstellbar“ - Hilfe für die Ahr-Region von den Landwirten

Eine Rückmeldung ihres Chefs habe sie bereits bekommen. „Er hat gesagt, die Situation dort sei unvorstellbar.“ Dennoch werden Laurenz und einige andere Helfer, die sich aus Werne auf den Weg gemacht haben, wohl noch einige Tage im Krisengebiet bleiben, um tatkräftig mit anzupacken. „Sie haben Schlafsäcke und Verpflegung für sich dabei. Das werden kräftezehrende Tage“, so Reher weiter.

Nach den Sachspenden würde man sich auf dem Hof Schulze Blasum nun noch über eine andere Form von Hilfe freuen, wie es in einem Facebook-Post von Sonntag heißt. Ein geliehenes Fahrzeug - ein Nissan Patrol - habe auf dem Weg einen Kupplungsschaden erlitten. Einen Ersatzwagen und den Rücktransport habe man organisieren können, suche nun aber jemanden, der besagte Kupplung reparieren kann. Oder als Alternative: eine kleine Geldspende für die Reparatur. Kontakt per Facebook, E-Mail an info@hofschulzeblasum.de oder telefonisch unter 02389 52260.

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