Große Sause zum Zehnjährigen

"flözK" zückt die Partyhütchen

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Natürlich gab es zum 10-jährigen Bestehen des "flözK" auch eine große Torte.

Werne – Torte, bunte Hütchen und jede Menge Spaß: Am Samstag feierte das „flözK“ runden Geburtstag. Der heimische Kleinkunst- und Kulturverein lud unter dem Titel „Ten Years After“ zu einer Open-Door-Party ein.

Im Freien auf dem Gelände des „flözK“ gestalteten Künstler, Musiker und Kabarettisten aus dem Raum Werne und Umgebung gemeinsam mit den Besuchern einen unterhaltsamen Ehrentag.

Zu sehen gab’s einen Ausschnitt des Programms der letzten zehn Jahre. Gestartet wurde mit Oldies, die Anlass zum Mitsingen gaben: Die „Smooth Invaders“ aus Werne eröffneten die Feier am Nachmittag mit Klassikern aus den 60er- bis 80er-Jahren.

Viele Besucher feierten am Samstag auf dem ehemaligen Zechengelände mit.

Roland Sperlich vom Vereinsvorstand begrüßte die Gäste zudem mit einem kurzen Rückblick auf zehn Jahre Musik und Kleinkunst: „Wir machen unseren eigenen Kuchen, suchen uns eigene Rosinen aus und machen Rezepte, die nicht allen schmecken müssen, aber vielen schmecken sollten“, so Sperlich. Und das sei ihnen gelungen. Auch nach vielen Jahren habe der Verein seine Individualität bewahren können. Dafür bedankte sich der Kleinkunst-Liebhaber beim Publikum im Namen des Vereinsvorstandes: „Die Erfahrung, dass das Publikum immer wieder kommt und wächst – die gibt uns Recht.“

Jubiläums-Event im FlözK Werne 

Seit der Gründung des „flözK“ habe es bei keiner Veranstaltung Probleme gegeben, nie hätten Ordnungs- oder Sicherheitsdienste kommen müssen. „Darüber sind wir froh und ein bisschen stolz“, sagte Sperlich und lieferte auch gleich eine mögliche Begründung. „Das liegt an unserem fabelhaften Publikum mit Sinn für Kunst und ein Miteinander.“

Das „flözK“ setze zudem ein Zeichen gegen die Haltung, dass in Werne „sowieso nichts los“ sei und man lieber anderswo Kunst und Kultur genießen solle. „Das ist eine miese Haltung“, betonte Sperlich. „Man kann nicht alles meistern, aber wer mitgestalten will, wer was auf die Beine stellen will – der hat hier die Möglichkeit.“

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Holtrup bedankte sich für zehn Jahre Kleinkunst und Kultur in Werne. „Die Resonanz zeigt, dass ihr genau auf der richtigen Spur seid“, lobte die Politikerin.

Auf das ehemalige Zechengelände konnte der Verein in den vergangenen Jahren Bands und Künstler aus aller Welt holen. Eine Gruppe aus Berlin, die im „flözK“ aufgetreten sei, habe dem Verein ein großes Lob ausgesprochen. „Wir können Werne rocken, aber Berlin nicht schocken“, erinnert sich Sperlich an das Resümee der Musiker. „Das ist eine riesige Anerkennung.“

Hans Püttstock trat mit seinem Lyrik-Chor auf und präsentierte Literatur in deutscher und englischer Sprache. Thomas Hecking aus Hamm brachte mit seinem Musik-Kabarett musizierende Figuren und Sprachwitz auf die Bühne. Die „Kaktusblüten“ aus Werne lockerten zwischendurch das Programm verkleidet als Clowns und mit viel Aktionskunst auf. Jens Hoppe stand mit seiner Theaterwerkstatt „Dicke Lippe“ und seinem Improvisationstheater auf dem Programm und überraschte mit einem zuvor unbekannten Ensemble.

Die Band „Unplaces“ aus Bochum läutete den Abend gegen 20 Uhr mit Alternative- und Indierock auf der Bühne hinter dem „flözK“ auch musikalisch ein. „Esperanska“, die im Anschluss spielen sollten, hatten ihren Auftritt am Freitag abgesagt. „Eine große Enttäuschung“, gab Sperlich zu. Dafür sprang DJ Andy kurzfristig ein und legte zur anschließenden Party auf.

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