Fipronil: Uniferm sortiert belastetes Eipulver aus

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Das Backmittelwerk von Uniferm wurde mit Pulver aus Fipronil-Eiern beliefert, seine Verwendung aber gestoppt, ehe es in Umlauf gelangen konnte.

Werne - Bei den Nachforschungen zum Verbleib von Fipronil-belasteten Importeiern und daraus erstellten Produkten führt eine Spur nach Werne.

Der Backmittelhersteller Uniferm hat aus Niedersachsen eine Lieferung Eipulver erhalten, das seinen Ausgangspunkt in einem mit dem Pflanzenschutzmittel belasteten Stall hat. Die betreffende Produktion wurde gestoppt, bevor die Backmischung in Umlauf gebracht werden konnte. Das teilte der Kreis Unna als Aufsichtsbehörde auf Anfrage mit.

„Nichts davon hat den Verbraucher erreicht“, betonte Sprecherin Constanze Rauert. Die Lebensmittelkontrolleure seien vergangene Woche von den Kollegen im Landkreis Rotenburg/Wümme über den Vertriebsweg informiert worden. Dort sei der Lieferant ansässig, der wiederum durch eigene Kontrollen die Verwendung belasteter Eier festgestellt und parallel das Unternehmen in Werne informiert habe.

Uniferm habe darauf von sich aus prompt und richtig reagiert. Das Produkt sei aus dem Verkehr genommen worden, das Eipulver werde nach Niedersachsen zurückgeschickt und vernichtet. Die Maßnahmen hätten keiner behördlichen Aufforderung bedurft.

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Für den Verbraucher habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestanden, teilte der Kreis Unna dazu weiter mit. Schon die Eier selbst stellten keine unmittelbare Gesundheitsgefahr dar. Die Vermengung mit weiteren Zutaten bedeute quasi eine weitere Verdünnung.

Für die Aufsichtsbehörde hat sich hier gezeigt, dass die Kontrollmechanismen auf Landes- und Kommunal-Ebene wie auch die innerbetrieblichen Sicherheitsabläufe funktionierten, nachdem auf EU-Ebene die nötigen Informationen über die importierten Eier weitergereicht wurden. In dem betroffenen Unternehmen war zum Zeitpunkt der WA-Recherche am späten Nachmittag kein Verantwortlicher mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Für Eier aus hiesigen Hühnerställen gibt der Kreis weiter Entwarnung: Bislang zeigte sich keine Anhaltspunkte für den Einsatz von Fipronil bei der Reinigung.

Zunächst war die Eipulver-Fabrik fälschlicherweise in Hamm verortet worden. 

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