"Warme Getränke wären kontraproduktiv gewesen"

Feuer und Flamme für Osterfeuer - diesmal ganz ohne Glühwein

+
Gute Laune war Trumpf unter den Besuchern der vielen Osterfeuer in Werne, wie hier beim Schützenverein Nierstenholz.

Werne - Im ganzen Stadtgebiet brannten am Osterwochenende wieder die Osterfeuer. Frühsommerliche Temperaturen bescherten Gastgebern und Besuchern ungewohnte Rahmenbedingungen.

„So trocken war es noch nie“, brachte es Manuel Heimann von der Katholischen Landjugendbewegung Werne-Stockum auf den Punkt. Die Gruppe hatte erneut zum öffentlichen Osterfeuer am Blasum eingeladen. „Es gab Jahre, da haben wir Glühwein und Kakao verkauft – das wäre heute kontraproduktiv gewesen“, so Heimann mit einem Lächeln.

Wenn die Landjugend einlädt, ist das mehr als nur das Abbrennen eines Osterfeuers. Das war am Ostersonntag nicht anders. Buddeln mit dem Bagger, Hämmern am Nagelbalken, Fußball spielen oder Stockbrot produzieren – das Feuer in Stockum ist längst zu einem Familienfest angewachsen. Es ist zudem eines der wenigen größeren Feuer, bei denen nicht die Feuerwehr im Einsatz ist, denn zum Ablöschen des Feuers hatte die Jugendgruppe zwei Güllefässer mit 14 000 Liter Wasser bereitgestellt. Nächster Termin der Landjugendbewegung ist übrigens am 15. Juni eine Neuauflage des Treckerkinos. „Dazu sind im vergangenen Jahr 85 Schlepper gekommen, eine Zahl, die wir toppen möchten“, blickt Heimann voraus.

Bereits seit 1956 lädt die Martinsgesellschaft Lenklar zum Osterfeuer ein. Bei Gastgeber Ludger Möller am Martinsweg fanden sich rund 100 Gäste ein. Vorsitzende Gisela Michels blickte in ihrer Ansprache nicht nur auf die Tradition des Feuers der Martinsgesellschaft zurück, sondern auch auf die allgemeine Bedeutung des Brauchtums. Pünktlich mit dem Anzünden des Feuers tauchte ein Osterhase auf, der nicht nur die Kinder mit Leckereien bescherte. Nächster Termin der Martinsgesellschaft ist der Maigang am 1. Mai. Der Start erfolgt um 14 auf dem Reiterhof Gripshöver.

Osterfeuer in Werne 

Reich an Tradition ist auch das Feuer des Schützenvereins Nierstenholz. „Dazu gehört es, dass unser amtierendes Königspaar Marcus Meier und Melanie Büscher in der Kirche Maria Frieden eine Fackel an der Osterkerze entzündet, mit dem dann das Feuer an der Schützenwiese angefacht wird“, berichtete die stellvertretende Pressesprecherin Maria Heckmann. Dieses Prozedere führen die Schützen schon seit 1985 durch. Das Feuer lockte in diesem Jahr über 400 Besucher. Dass nach dem Vergnügen meist wieder die Arbeit ansteht, zeigt der nächste Termin der Schützen. Der Vorstand lädt am Mittwoch um 16.30 Uhr zum Abbau des Zeltes ein.

Auf dem Spielplatz am Grevinghof richteten die Steinkamp-Siedler ihr Osterfeuer aus. Der jüngst zum Ehrenmitglied ernannte Heinz Bülhoff durfte das Feuer entzünden. Rund die Hälfte der Besucher waren Mitglieder der Siedler – und davon ein Großteil gleichzeitig auch beim Schützenverein Lütkeheide. Bestes Beispiel dafür ist Carsten Grewe. Er ist amtierender Schützenkönig und Vorsitzender der Siedlergemeinschaft. Grewe freute sich über die gute Resonanz von etwa 350 Besuchern. Ein Problem sei allerdings die Durchführung der Veranstaltung – nicht wegen einzuholender Genehmigungen, sondern wegen der mangelnden Zahl an Unterstützern. „Wir haben aktuell 562 Mitlieder. Für die Organisation und Durchführung des Osterfeuers haben sich nicht einmal zehn Helfer gefunden“, bedauerte Grewe. Nächster Termin der Siedler ist am 30. Mai die Vatertagstour ins Stadion von Borussia Dortmund.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare