Veranstaltungsreihe im Stadtmuseum

Zum Feierabend mal was Anderes: Zweite Auflage für "Afterwork bei Karl"

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Einfach mal ungewohnt entspannen: Yoga, wie es VHS Leiterin Regina Ruß (links) und Museumschefin Dr. Constanze Döhrer darstellen, erwartet man beim Besuch des Museums nicht. Auf Effekte wie diesen setzt die Reihe „Afterwork bei Karl“ die nach erfolgreicher Premiere nun von den beiden Institutionen zusammen aufgelegt wird.

Werne – „Afterwork bei Karl“ – über dieses für Werne unkonventionelle Angebot hat sich vor einem Jahr mancher gewundert. Aber das Experiment des Museums im Zuge des Projekts „Werne up’n Patt“ ist gelungen, die Veranstaltungsreihe hat die Zielgruppe erreicht. Jene eben, für die der Slogan im Trend der Zeit kein Fremdwort ist. Deshalb heißt es jetzt: auf ein Neues. Dank der Kooperation mit der VHS kann’s weiter gehen.

„Es kamen zur Afterwork-Reihe Leute, die sonst nicht kommen, vor allem Jüngere. Nach Feierabend zu einer Veranstaltung ins Haus kommen zu können, passt Familien gut ins Konzept. Und darum geht es ja: Dass wir als Museum anders wahrgenommen werden wollen und Besucher einfach mal zur Unterhaltung kommen“, fasste Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer Ansatz und Ziel des Formates noch einmal knapp zusammen. 

Dass „Karl“ (Pollender, Gründer des nach ihm benannten Museums) nun wieder ohne zur Schau gestellten Bildungseifer zu offenen Angeboten und Workshops einlädt, ist in puncto Veranstaltungsprogramm das Erste, was aus dem Experimentierfeld von „Up’n Patt“ umgesetzt wird. Die Gestaltung des Bürgerraums mit Hilfe der Sparkassenstiftung im Erdgeschoss und das Konzept für den NRW-Zuschuss bei der Modernisierung der Ausstellung eine Etage darüber sind bauliche Ansätze, die auf diesem Wege mit Bürgerbeteiligung erarbeitet worden sind.

VHS steigt ein und sucht gleichfalls neue Wege

Dank guter Resonanz mit gut 100 Teilnehmern (bei teils begrenzter Platzzahl) heißt es nun also wieder „Afterwork bei Karl“. Nur kann Döhrer dabei nicht mehr auf den Projektfonds zurückgreifen. Dafür zahlt sich aber die Bildungspartnerschaft mit der Volkshochschule aus, wie deren Leiterin Regina Ruß betonte.

Aus ihren Reihen stammen die meisten Dozenten, „wir finanzieren das Angebot auch gemeinsam“, sagte Ruß. Das macht diesmal eine Gebühr erforderlich. Von dem freien Angebot „Runterkommen bei Karl“ abgesehen, zahlen Teilnehmer je fünf Euro pro Angebot. 

Die Kooperation kommt der VHS-Leiterin als Versuchsfeld wie gerufen, weil auch ihre Institution mit dem angestaubten Image des Althergebrachten zu kämpfen hat, wie sie frank und frei bekundet, und sich jüngerem Publikum zuwenden möchte. „Auch bei den Volkshochschulen insgesamt geht es um Modernisierung und Digitalisierung, wir müssen dazu raus aus der klassischen Schule und hin zu den Leuten. Von der anstehenden Neufassung des Weiterbildungsgesetzes erwarte ich da einige Impulse“, so Ruß. 

Reinkommen und sich ein Bild machen 

Für die Neuausrichtung seien niedrigschwellige Angebote wie „bei Karl“ wichtig. Dem Museum geht es darum, dass neue Interessenten das Haus unverbindlich und in der Begegnung mit anderen kennenlernen können. 300 Karten mit der Programmübersicht bringen die Kooperationspartner dafür unter die Leute. Gefragte Premieren-Angebote wie der Yoga-Schnupperkurs und Handlettering sind wieder dabei, es gibt ein Kunstprojekt, Entspannungshilfen und einen Ernährungsvortrag. 

Dazu kommt die Einladung, im Adventstrubel der Innenstadt einfach mal rein zu kommen, und auf Sitzsäcken vor einem Kunstwerk zu verschnaufen: „Runterkommen bei Karl“.

Die Termine

Schnupperkurs Yoga: Mittwoch, 13. November, 19 bis 20.30 Uhr; Freitag, 20. März 20 bis 21.30 Uhr. Leitung durch Birgit Brauch (VHS), Matte bitte mitbringen. 

#Pollenderart: Mittwoch, 11. Dezember, 17 bis 20 Uhr. Unter Anleitung von Annika Heinze schaffen Teilnehmer auf ihrer Leinwand ein abstraktes Werk, das durch das Pollender-Portrait inspiriert sein soll. 

Afterwork Entspannung: Donnerstag, 5. Dezember, 18 bis 19.30 Uhr. Birgit Bellgardt (VHS) vermittelt Entspannungstechniken. 

Bunt essen: Mittwoch, 5. Februar, 19 bis 20 Uhr. Corinna Sendermann (VHS) vermittelt gesunden Genuss für mehr Wohlbefinden. Schnupperkurs 

Handlettering: Donnerstag, 16. Januar und Donnerstag, 6. Februar, jeweils 18.30 bis 21.30 Uhr. Heike Brömmelhaus unterweist in Techniken, mit den schöne Kleinigkeiten selbst geschrieben und gestalttet werden können. 

Runterkommen bei Karl: Dienstags 3., 10. und 17. Dezember, jeweils 16 bis 17 Uhr. Vor einem ausgewählten Kunstwerk können sich Besucher auf Sitzsäcken niederlassen, einen Moment Ruhe genießen, sich mit dem Bild oder anderem beschäftigen.

Das „Runterkommen“ ist kostenlos, alle anderen Angebote kosten jeweils fünf Euro Gebühr. Anmeldungen im Museum, Tel. 78 07 73, E-Mail: museum@werne.de

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