Tag des offenen Studios: Krankenhausfunker freuen sich über großes Interesse

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Das Team vom Krankenhausfunk freute sich am Tag des offenen Studios über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Michael Thews (2. von links). Im Bild: Jürgen Langowski (von links), Magnus See und Hubert Schmölzl.

Werne - Beim "Tag des offenen Studios" hatten die Moderatoren des Krankenhausfunks den ganzen Samstag lang volles Haus. Gäste, Neugierige und Kollegen begleiteten sie durch sieben Stunden Live-Sendung.

„Wer schon einmal im Krankenhaus gelegen hat, weiß, wie langweilig das ist“, sagte Hubert Schmölzl, der Vorsitzende des FCKW-Trägervereins „Radio Initiative 90“. Die Abkürzung steht für „Funk im St. Christophorus-Krankenhaus Werne“. Mit dem Krankenhausradio und dem Krankenhaus internen TV-Channel für die zugehörige Live-Bild-Übertragung aus dem Studio möchte Schmölzls dreiköpfiges Team ein bisschen Lebensfreude verbreiten. „Das ist wie bei der Talksendung Domian früher – nur sind unsere Gäste oft Patienten, die unsere Musikbeschallung im Flur neugierig gemacht hat“, erklärt Schmölzl mit einem Augenzwinkern. 

FCKW-Moderatoren nehmen Musikwünsche an

Auch Musikwünsche nehme er gern entgegen, so auch beim Tag der offenen Tür. „Eine Dame hat sich das Lied ‚Mit verbundenen Augen‘ von Bata Illic gewünscht, weil sie dazu früher immer mit ihrem Mann getanzt hat“, erzählt er gerührt. Am Samstag wurde den Hörern des hausinternen Hörfunkkanals 2 besonders viel geboten. Morgens weckte Toni Tuklan mit einem Reggae-Ständchen die Lebensgeister, nachmittags umschmeichelte das Lindenberg-Double Karsten Bald die Patienten mit seiner rauchigen Stimme. Sogar der Abgeordnete Michael Thews schaute in dem kleinen Studio-Kabuff vorbei, um mit Moderator Magnus See über politische Fragen zu diskutieren. 

Lob für das engagierte Krankenhausfunk-Team

Währenddessen quetschen sich immer wieder Neuankömmlinge in den kleinen Raum zwischen die blinkende Technik und hörten über Kopfhörer mit, was gerade „On Air“ passierte. „Am Drücker“ saßen abwechselnd See und Schmölzl, vor sich ein kleines Mischpult, Computertastatur und Mikrofon. „Bei uns ist alles ein bisschen größer, aber das Team hier ist super engagiert“, sagte die Besucherin Lina Keusen, die mit ihren Freunden Robert Franz und Jonas Süßenbach selbst ein Klinikum-Radio in Solingen betreut. Die Menschenmenge in dem schmalen Korridor vor der Studiotür konnte die Drei vom Besuch nicht abhalten. Von der positiven Resonanz zeigten sie sich begeistert. Richtig kuschelig wurde es, als der Gospel-Chor „Life Line“ auftrat. Schnell wurde klar, dass die 18 Musiker auf keinen Fall ins Studio passen. Die Lösung: Alle rücken ein wenig enger zusammen als sonst und versammeln sich um ein Standmikrofon auf dem Flur. „Hat doch super geklappt“, sagten die Sänger übereinstimmend. 

Wer etwas vorzutragen hat, ist willkommen

„Jeder, der etwas zu erzählen, vorzulesen oder vorzusingen hat, ist hier während der Sendungen immer willkommen“, betont Schmölzl, als sich die Studio-Tür am Ende des Tages erst einmal wieder schließt. Für ihn sei der Krankenhausfunk eine Spielwiese ohne Formatvorlagen, Altersgrenzen oder feste musikalische Ausrichtung. „Davon lebt unser Radio: Wir sind ein bunter Haufen mit genauso buntem Programm."

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