Von Werne Richtung Herbern

Fahrbahn abgesackt: Reparatur an Teilen der B54 zum Wintereinbruch

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Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h auf der B54 wie hier Richtung Herbern an der Wesseler Straße gilt wegen der abgesackten Fahrbahn.

Werne – Der Landesbetrieb Straßen.NRW kündigt Bauarbeiten auf der B54 in Richtung Herbern an. An gleich zwei Stellen ist die Fahrbahn abgesackt. Sie solle „kurzfristig, aber spätestens bis zum Wintereinbruch“ ausgebessert werden, sagt Frank Hoffmann, Sachgebietsleiter Betrieb und Verkehr der Regionalniederlassung Ruhr in Bochum.

Die Absackungen seien für Autofahrer, aber vor allem für Biker gefährlich, so Hoffmann. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, habe man an den beiden Stellen die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert. Wie es zu den Schäden gekommen ist, dafür habe man noch keine Erklärung, sagt Hoffmann. „Das wissen wir erst, wenn wir die Asphaltdecke öffnen und uns ein Schadensbild machen können.“ 

Ausgebessert werden muss die Fahrbahn auf dem Knapp kurz hinter dem Kreisverkehr Münsterstraße/Nordlippestraße, wo eigentlich Tempo 70 gilt, sowie einige hundert Meter weiter gen Norden. Hier wurden die Schäden erst vor Kurzem bei einer routinemäßigen Streckenbefahrung entdeckt. Die übliche Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich: 100 km/h. 

Tempo 50 auf dem Knapp gilt bereits seit Anfang 2017. Im gleichen Jahr hatten die Schäden hier eigentlich auch beseitigt werden sollen. Dazu war es aber nicht gekommen. Nun also wird der Bautrupp gleich an zwei Stellen aktiv. Wie lange, auch dies steht laut Hoffmann noch nicht fest. „Möglicherweise reicht ein Wochenende aus.“ Wie der Verkehr während der Sanierungsarbeiten geregelt werde, sei Sache der Baufirma. 

Radweg-Lücke noch nicht geschlossen

Komme es zu einer Vollsperrung, würden Umleitungen ausgeschildert. Nur wenig Fortschritte macht unterdessen das Vorhaben, die rund 150 Meter lange Radweg-Lücke entlang der B 54 zu schließen. Immerhin: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat auf die Bitte der Stadt Werne von 2018 reagiert und will das Projekt in den Stiel stoßen. 

Laut Joachim Kaminski von der Bochumer Planungsabteilung wurde der Ball aber zunächst an die Stadt zurückgespielt. Sie soll die Kaufverhandlungen mit dem Grundstückseigentümer führen, dessen Flächen zum Bau eines durchgängigen Radwegs benötigt werden. „Weil sie die Situation vor Ort besser kennt“, heißt es zur Begründung. Die Lücke liegt zwischen Kasemann- und Höltingweg. 

Zwar ist eine Umfahrung ausgeschildert, diese aber trifft nicht immer auf Resonanz. Viele Radfahrer wechseln auf die Fahrbahn, was wiederum Autofahrer verärgert und zu gefährlichen Situationen führen kann. Radler werden alternativ auch aufgefordert abzusteigen und ihr Rad zu schieben. Kaminski hatte schon 2018 im Gespräch mit dem WA deutlich gemacht, dass sich seine Behörde einen Lückenschluss nur im Einvernehmen mit dem Eigentümer der dafür benötigten Flächen vorstellen kann. Könne keine Einigung erzielt werden, bleibe alles beim Alten.

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