Evangelische Gemeinde verabschiedet Fabrizi

Mit seinem Abschiedsgeschenk, einem neuen Taktstock, dirigierte Thorsten Fabrizi gestern ein letztes Mal seine Sängerinnen und Sänger im Martin-Luther-Zentrum. ▪
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Mit seinem Abschiedsgeschenk, einem neuen Taktstock, dirigierte Thorsten Fabrizi gestern ein letztes Mal seine Sängerinnen und Sänger im Martin-Luther-Zentrum. ▪

WERNE ▪ Thorsten Fabrizi wird den Taktstock demnächst in Sachsen-Anhalt schwingen. Seine Zeit in Werne wird er dort nicht vergessen. Denn sein Taktstock stammt aus der Lippestadt, ein Abschiedsgeschenk des Motettenkreises. „Mit eingebautem Taschentuch, falls Sie sich im Eifer des Gefechts die Stirn wischen müssen“, sagte Dr. Jürgen Ruppert, als er den Taktstock am Sonntag im Namen des Motettenkreises überreichte.

Die Evangelische Kirchengemeinde verabschiedete sich von ihrem Organisten mit einem kleinen Empfang nach dem Gottesdienst im Martin-Luther-Zentrum. In der Kirche hatte Fabrizi zuvor noch einmal eine Kostprobe seines Könnens gegeben, mit einem Orgelpostludium zum Miriam-Lied aus dem evangelischen Gesangbuch. Die Gemeinde lauschte dem transparenten Klang, verbunden mit sorgfältiger Phrasierung und einem feinen Gespür für Dynamik. Außerdem begleiteten zwei von Fabrizis Chören den Gottesdienst, der Motettenkreis und der Bonhoeffer-Frauenchor.

Scherzhaft gemeint war das Lied, das der Motettenkreis anschließend beim Empfang sang: „Chorsingen ist Diktatur.“ Chor und Chorleiter seien gut miteinander ausgekommen, sagte Ruppert. Vom Bonhoeffer-Chor bekam Fabrizi einen Gutschein geschenkt, darauf die Worte „Niemals geht man so ganz.“

Als Vertreter der Kirchengemeinde dankten Pfarrer Kai-Uwe Schroeter und Pfarrer Thomas Hein dem scheidenden Organisten. „Ich habe es als Geschenk empfunden, mit so einem begabten Menschen zusammen zu arbeiten“, sagte Hein.

Fabrizi freute sich über den musikalischen Abschied. Die dreieinhalb Jahre in Werne seien eine schöne Zeit gewesen. „Ich habe hier viele musikbegeisterte Menschen erlebt“, sagte er. Drei Chöre leitete der Kirchenmusiker, neben dem Motettenkreis und dem Bonhoeffer-Chor auch den VHS-Pop-Chor. Außerdem unterrichtete er viele Schüler.

Zwei von ihnen bereiteten Fabrizi zum Abschied eine Freude. Adrian Holtrup und Luca Vazgec gewannen am Samstag erste Preise beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Hamm, beide am Klavier. Mit Marius Willer hatte Fabrizi einen talentierten Orgelschüler. Der 14-jährige dankte Fabrizi am Sonntag öffentlich dafür, dass er ihm sein Lieblingsstück beibrachte, Bachs Toccata. ▪ asz

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