Im Gewerbegebiet Wahrbrink-West

Euroroll aus Herbern investiert 13 Millionen Euro in Werne

+
Euroroll baut eine neue Produktionsstätte im Gewerbegebiet Wahrbrink-West.

Werne/Herbern – Im Gewerbegebiet Wahrbrink-West setzt die Euroroll GmbH am Freitag den ersten Spatenstich für eine neue Produktionsstätte. Damit siedelt sich hier nach Amazon, Thermo Sensor und „Rollex Förderelemente“ ein viertes Unternehmen an.

Euroroll, Hersteller von Schwerkraftrollenbahnen für die Lagertechnik mit Kunden weltweit, zählt mit aktuell 110 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in Herbern. Der dortige Standort „An der Vogelrute“ bleibe bestehen, man habe allerdings die Kapazitätsgrenze erreicht und eine Expansion am Stammsitz sei mangels Fläche nicht möglich, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Gesucht worden war demnach ein Grundstück mit mindestens 20.000 Quadratmetern. 

13 Millionen Euro sollen in Werne investiert werden, so Euroroll, inklusive Grundstückskauf, Neubau und neuer Maschinen. Als Grund für die Expansion nennt das Unternehmen die gute wirtschaftliche Lage in Europa, das Wachstum der Logistikbranche im In- und Ausland sowie die Internationalisierung. 

Der erste Spatenstich für den Neubau an der Ecke Konrad-Zuse-Straße/Raiffeisenstraße soll am Freitag gesetzt werden. Die Mitarbeiterzahl soll binnen drei Jahren um 40 auf 150 steigen.

Den Ausschlag für die Standortentscheidung habe die Nähe Wernes zum Stammsitz gegeben, sodass es kurze Wege für die Mitarbeiter gebe. Innerhalb der nächsten drei Jahre solle die Belegschaft um etwa 40 Kräfte auf dann 140 wachsen. In Werne werden eine 10.500 Quadratmeter große Halle und ein Verwaltungs- und Sozialgebäude mit 1800 Quadratmetern errichtet. Eine Versuchsabteilung verbinde beide Baukörper, heißt es. Der Lastwagenverkehr soll laut Unternehmen „klar strukturiert“ sein, sodass Warenein- und -ausgang reibungslos erfolgen könnten. Die Produktion in Werne soll nach jetziger Planung im Juni 2020 aufgenommen werden.

In Herbern sollen dann neue Produkte für die Intralogistik in nationalen und internationalen Märkten entstehen. Euroroll wurde laut Firmenchronik 1982 von dem Diplom-Ingenieur Karl Heinz Beckmann gegründet und stellte noch im gleichen Jahr die ersten Röllchenleisten her. Zwei Jahre später kamen erste Schwerkraftrollenbahnen auf den Markt, bald darauf klappbare Rollenbahnen. 1993 übernahm die Max Automation AG das Unternehmen, 2014 wurde es weiterveräußert. 

Heute führen Fiona Bönninghausen und Stephan Holdenried die Geschäfte. Zum Umsatz machte Euroroll keine Angaben. Stärkster Markt für das Unternehmen sei Deutschland, hieß es. Der Exportanteil liege bei etwa 60 Prozent, wobei der Großteil der Ausfuhren ins europäische Ausland ging.

Lesen Sie auch:

Nach Insolvenz: Auch zweiter GiMaTec-Geschäftsführer soll zahlen

Hella auf Expansionskurs: Im Wahrbrink in Werne entstehen weitere Arbeitsplätze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare