Langjährige Ruine

Einsturzgefahr: Stadt Werne legt Baustelle Burgstraße 13 still

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An dem denkmalgeschützten Gebäude sind Stützen und wesentliche Teile der Rückwand zur Westmauer beseitigt worden.

Werne – Die Stadt hat die Baustelle Burgstraße 13 vorübergehend stillgelegt und per Ordnungsverfügung alle weiteren Arbeiten untersagt. Das denkmalgeschützte Gebäude sei einsturzgefährdet, teilte Planungsdezernent Ralf Bülte mit. Zu dieser Einschätzung sei man nach einer Besichtigung gekommen.

Dabei sei festgestellt worden, dass der Bauherr in den zurückliegenden Tagen wesentliche Teile der Rückwand zur Westmauer hin beseitigt habe. Schon vor einigen Wochen seien bereits Stützen der südlichen Wand zum Gebäude Burgstraße 11 hin entfernt worden. „Somit besteht dringender Handlungsbedarf“, formulierte Bülte.

Zur Westmauer hin klafft ein riesiges Loch im Gebäude.

Die Besichtigung fand im Rahmen der turnusmäßigen Treffen der Unteren Denkmalbehörde der Stadt mit dem Fachamt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe statt. Nach einer ersten statischen Begutachtung habe man dann zusammen mit Bürgermeister Lothar Christ entschieden, die Baustelle an der Westmauer vorübergehend zu sperren, so Bülte. Damit seien Einschränkungen für die Nachbarn verbunden.

„Werden das Problem so schnell wie möglich lösen“

Die Verwaltung will laut Bülte versuchen, „das Problem so schnell wie möglich zu lösen“. Dabei sei man allerdings auf den Bauherrn beziehungsweise Eigentümer angewiesen. Dieser sei informiert worden und habe zugesagt, kurzfristig einen Statiker zu beauftragen, der den Schaden analysieren und notwendige Sicherungsmaßnahmen beschreiben soll. "Diese Maßnahmen sind unverzüglich vom Bauherrn auf dessen Kosten umzusetzen."

Drei Wohnungen sollen entstehen

Die Burgstraße 13 war lange Jahre Ruine. Die Sanierung hatte Mitte 2017 Fahrt aufgenommen. Zunächst war die im 17. Jahrhundert errichtete Fachwerk-Fassade auf Vordermann gebracht worden. Auf den 1588 errichteten Grundmauern im hinteren Teil des Objekts, hin zur Westmauer, soll ein moderner Aufbau entstehen. Als Fertigstellungstermin hatte der Bauherr damals Ende 2018 genannt. Im Gebäude sollen drei Wohnungen eingerichtet werden. Die Gesamtkosten der Sanierung waren mit rund 500 000 Euro angegeben worden.

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