Einen Rauchmelder für jedes Werner Baby

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Feuerwehrchef Thomas Temmann (M.) warb mit Löschzugführer Karl-Wilhelm Haverkamp (2.v.r.), Pressesprecher Heinz Westbomke, Volksbank-Prokurist Martin Eikel (r.) und Marketingleiter Thomas Gickel für die Rauchmelder-Aktion. ▪

WERNE ▪ Beim Brandschutz setzt die Freiwillige Feuerwehr Werne ab sofort bei den allerjüngsten an: „Jedem neugeborenen Mitbürger in Werne einen Rauchmelder“ heißt die Gemeinschaftsaktion mit der Volksbank Kamen-Werne, bei der übers Kinderzimmer mehr Sicherheit in die ganze Wohnung gelangt.

Um die 200 Kinder werden jährlich in Werner Familien geboren. Das private Glück könnte auch ein Segen für die hehren Pläne der Feuerwehr sein: „Unsere Vision ist es, dass Rauchmelder in jedem Haus und jeder Wohnung installiert werden“, sagte Pressesprecher Heinz Westbomke bei der Präsenation.

Damit der stumme Wächter die Sicherheit des neuen Erdenbürgers und aller Mitbewohner gewährleisten kann, müssen die Eltern den ersten Schritt tun. In Arzt- und Heammenpraxen, der Verwaltung, in Geschäften und der Volksbank werden Flugblätter ausgelegt, die eine Anmeldekarte enthalten. Wer seinen Spross bei der Feuerwehr meldet, zu dem kommen die Retter in der Startphase persönlich ins Haus.

„Wir möchten das Gerät gern übergeben, um mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Wir bieten dabei weitere Informationen und eine Brandschutzberatung fürs Haus an“, erläuterte Feuerwehrchef Thomas Temmann. „Die Geräte können Leben retten“, fügte Volksbank-Prokurist Martin Eikel hinzu, „wir freuen uns sehr, solch eine sinnvolle Sache unterstützen zu können.“

Nachts ist die Gefahr am größten. „Im Schlaf ruhen auch die Sinne, nur das Gehör nicht“, erklärte Westbomke das Prinzip. Rauchmelder geben deshalb einen schrillen Arlarmton ab, wenn die Sensoren Rauch wahrnehmen. „Wir haben bundesweit 600 Brandtote im Jahr. 70 Prozent der Todesfälle und 65 des Schadensvolumens gehen auf Feuer in der Nacht zurück.“

Die Wehr sähe es nur zu gern, würde NRW dem Beispiel der meisten anderen Bundesländer folgen und Rauchmelder zur Pflicht machen. Sie wartet nicht ab, sondern setzt auf konsequente Aufklärung. Mindestens in jedem Schlarfraum und dem Flur sollten Melder installiert sein. Acht bis zehn Euro koste ein Gerät entsprechender Qualität. Es sollte das CE-Siegel samt Prüfnummer tragen und der Euronorm 14604 entsprechen. Aufwändiger und teurer (17 bis 25 Euro) sind vernetzte Systeme und Geräte, deren Batterie 10 Jahre hält. ▪ bkr

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