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Einbürgerungen in Werne: Zahl in 2020 so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr

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Von: Eva-Maria Spiller

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Ein Mann hält eine Einbürgerungsurkunde in der Hand.
Ein Mann hält eine Einbürgerungsurkunde in der Hand. © Julian Stratenschulte

In Werne sind in 2020 so viele Menschen eingebürgert worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. In 2021 hingegen ist die Zahl der Einbürgerungen entgegen des NRW-Trends zurückgegangen.

Werne - In NRW sind im Jahr 2021 18,4 Prozent mehr ausländische Menschen eingebürgert worden, als es noch im Vorjahr der Fall war. Das hat das Statistische Landesamt IT.NRW nun bekannt gegeben. Demnach wurden 2021 29.250 Menschen deutsche Staatsbürger. Damit liege die Zahl nun fast wieder auf dem Niveau des Jahres 2019, durch die Corona-Pandemie sei die Zahl der Einbürgerungen 2020 merklich eingebrochen (24.696 in 2020).

Schaut man sich Werne allerdings an, kann man den genau gegensätzlichen Trend beobachten: Hier wurden mit 21 in 2021 weniger Menschen eingebürgert als im Jahr 2020 mit 37. Das waren dann wiederum mehr als drei Mal so viele wie in 2019 mit 12 Einbürgerungen. In 2020 wurden damit so viele Menschen in Werne eingebürgert, wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Der Kreis Unna insgesamt entspricht dem NRW-weiten Trend: Hier wurden in 2021 537 Menschen eingebürgert, 2020 waren es mit 427 deutlich weniger. NRW-weit standen Staatsangehörige aus Syrien im Jahr 2021 zum ersten Mal an der Spitze der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten mit 5216 Einbürgerungen (2020: 1870; 2019: 1314). Den Anstieg führt das Statistische Landesamt darauf zurück, dass immer mehr der zwischen 2014 und 2016 eingereisten syrischen Schutzsuchenden die formellen Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen.

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