Traurigkeit, aber auch viel Freude: Ehrenamtliche engagieren sich für Kinderhospiz-Arbeit 

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Werne - „Kinderhospizarbeit bedeutet nicht nur Begleitung beim Sterben, sondern sie ist auch eine Lebensbegleitung“, sagt Ulrike Herrberg vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Lünen. Am Sonntag ist Tag der Kinderhospizarbeit.

„Wir versuchen den Schrecken und die Angst zu nehmen, unsere Arbeit ist auch mit viel Spaß verbunden“, erklärt die ehrenamtliche Helferin. Sie betreute am Freitag zusammen mit drei Kolleginnen aus Unna und Lünen einen gemeinsamen Infostand für ihre Arbeit auf dem Wochenmarkt. Denn am Sonntag, 10. Februar, ist Tag der Kinderhospizarbeit. 

Ulrike Herrberg, Gitte Wördemann, Gisela Mensching und Margarete Holzrichter kümmern sich bei ihrem Ehrenamt nicht nur um die Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten, sondern auch um ihre Eltern und Geschwister. „Manche unserer Kollegen gehen zum Beispiel einmal die Woche mit dem betroffenen Vater zum Sport“, sagt Wördemann. Ihre Arbeit ist oft ein langfristiges Engagement. 

Über Jahre gemeinsam mit der Familie

Viele der ehrenamtlichen Helferinnen arbeiten über Jahre mit den Familien. Margarete Holzrichter etwa betreut eine Familie bereits seit sieben Jahren. Und auch nach dem Tod des Kindes sind die Ehrenamtlichen weiterhin für die Familien da. „Wir möchten ein verlässlicher Partner sein, um mit dem schwierigen Thema umzugehen“, sagt Wördemann. Die Begleitung bleibt auch in der Zeit der Trauer.

Den Infostand auf dem Markt nutzen die Frauen, um über ihre Arbeit aufzuklären und im besten Fall sogar Nachwuchs zu rekrutieren. „Viele Menschen kennen die ambulante Kinderhospizarbeit nicht“, sagt Wördemann. Hospiz sei für viele ein fester Ort, der ambulante Dienst kommt jedoch zu den Familien nach Hause und versorgt die Kinder dort. Viele Marktbesucher spenden etwas für die Kinderhospizarbeit.

1600 Euro von der Inhaberin der Christophorus-Apotheke

Eine Spende in Höhe von 1600 Euro überreichte am Donnerstag ebenfalls Ursula Brinkmann-Trötsch, Inhaberin der Christophorus-Apotheke, an Margarete Holzrichter vom Kinder- und Jugendhospizdienst des Kreises Unna. Das Geld ist für die Arbeit des Vereins bestimmt, insbesondere für die Ausbildung von ehreamtlichen Begleitern in der Sterbe- und Trauerbegleitung. 


Die Christophorus-Apotheke spendet schon seit Jahren für den Kinderhospizdienst. Das Geld stammt aus einer seit langem bewährten Taler-Aktion: Kunden der Apotheke erhalten beim Einkauf Taler für ihre Treue, die sie entweder in der Apotheke oder in weiteren teilnehmenden Werner Geschäften gegen Produkte einlösen oder eben dem Kinder- und Jugendhospizdienst spenden können. „Viele Taler landen in der Spendendose“, freut sich Ursula Brinkmann-Trötsch über das Engagement ihrer Kunden.

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