Edeka-Ansiedlung am Bahnhof: Es geht weiter

Ein neues Gebäude für den Aldi (rechts), das alte für den Edeka (links) – die Skizze zeigt, welche Pläne es für das neue Nahversorgungszentrum am Bahnhof gibt. Es geht um ein 16-Millionen-Euro-Invest.

Werne - Zeit ist Geld. Daher machen Investoren den Behörden bei Bauprojekten gern mal ein wenig Druck. Im Fall der geplanten Edeka-Ansiedlung am Werner Bahnhof ist das Gegenteil der Fall. Doch die Nachfrage beim Projektentwickler ergab: Das Vorhaben ist weiter auf dem Weg.

 „Kein neuer Sachstand in puncto Edeka.“ Das musste Planungsdezernent Ralf Bülte dem Ausschuss für Stadtentwicklung in der letzten Sitzung 2018 mitteilen. Eine Kontaktaufnahme mit dem Projektentwickler, der BFI Immobilienverwaltung GmbH, war gescheitert.

„Die Ampeln stehen auf Grün, grüner geht’s nicht“

Seit Mitte 2018 hat Wernes oberster Planer nichts mehr von dort gehört. Gleichwohl hat sich die Politik trotz einiger Bedenken für die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Nahversorgungszentrum ausgesprochen. Auf dem Areal soll bekanntlich auch ein Neubau für den dortigen Aldi entstehen. 

Gegenüber dem WA zeigt sich Bülte verwundet, dass der Projektentwickler nichts mehr hat von sich hören lassen. In den nächsten Tagen wolle er noch einmal nachhaken, erläutert er. 

Martin Kehle, Geschäftsführer der BFI Immobilienverwaltung GmbH, räumt ein, dass es vordergründig still geworden sei, was das Projekt betreffe. Im Hintergrund werde aber fleißig weiter dran gearbeitet. „Die Ampeln stehen auf Grün, grüner geht’s nicht“, formuliert der Projektentwickler. 

Planungsbüro soll beauftragt werden 

Laut Kehle hat es zuletzt noch Abstimmungsbedarf mit den Nutzern der geplanten Gebäude gegeben. Nun aber seien „die Mietverträge durch“, aktuell werde an der Ausschreibung zur Begleitung des Bebauungsplanverfahrens gearbeitet. 

Kehle hofft, dass das Verfahren im Frühjahr starten kann, sodass es zum beginnenden Frühling 2020 zum Baustart kommt. „Schneller wäre uns auch lieb“, so den Projektentwickler. Zunächst soll, hin zum Bahnhof, ein neues Gebäude für den Aldi entstehen. Nach Umzug des Discounters wird die Alt-Immobilie samt Ex-Schlecker für Edeka hergerichtet.

Bäume stellen Problem dar

Bedenken gegen das Bauprojekt gab es zuletzt wegen der Nähe des künftigen Aldi-Gebäudes zum alten Baumbestand. Kehle ist zuversichtlich, diese Bedenken im Zuge der Realisierung ausräumen zu können. „Wir werden uns jeden Baum einzeln anschauen“, sagt er. Letztlich komme es auf die jeweiligen Empfehlungen der Sachverständigen an. „Wir schauen, was geht, uns sind bereit, einiges zu tun“, ergänzt Kehle.

 Im hiesigen Planungsamt dürfte man die Ausführungen Kehles gerne hören, zumal der Wunsch nach Aufwertung der Nahversorgung im Werner Westen groß ist. Vielleicht kann Bülte dann in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung einen neuen Sachstand vermelden.

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