Bleckmann und Schulze Blasum

Diskussion über Trauzimmer in Werne läuft wieder an: Zwei Bauernhöfe haben sich beworben

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Die Stadt ist auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern für die Ausrichtung von standesamtlichen Trauungen an besonderen Orten. Der Hof Bleckmann (Bild) sowie Hof Schulze Blasum haben sich beworben.

Werne – Bei der Suche nach einem besonderen Ort fürs behördliche „Ja-Wort“ kommen für Werner Paare zwei neue mögliche Adressen ins Spiel. Die Bauernhöfe Bleckmann und Schulze Blasum, die sich mit ihren Festscheunen ein wirtschaftliches Standbein geschaffen haben, bewerben sich bei der Stadt Werne um die Einrichtung eines standesamtlichen Trauzimmers.

Damit dürfte die zu Jahresbeginn – leidenschaftlich, aber erfolglos – geführte Diskussion um Ambiente-Trauungen einen Schub erfahren. Der Ausschuss für Soziales, bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Ordnung wird sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 6. November, mit dem Thema befassen (17.30 Uhr; Stadthaus). 

Eine Festlegung ist dort seitens der Verwaltung noch nicht vorgesehen. Dezernent Frank Gründken hat anlässlich der Vorstöße der beiden Betriebe zusammengetragen, an welche formellen Voraussetzungen die Widmung solcher Trauzimmer gebunden ist. Er will in die Diskussion neu einsteigen und schauen, welche Adressen noch in Betracht kommen. 

„Ein wesentlicher Punkt ist außerdem, ob an den Höfen eine Bindung an einen bestimmten Caterer besteht. Denn ein amtliches Trauzimmer muss jedermann zugänglich sein, da darf es keine Festlegungen geben“, erläuterte Gründken. So müsse beispielsweise sichergestellt sein, dass die Nutzung des Trauzimmers unabhängig davon erfolgen kann, ob mit dem Betreiber die Ausrichtung eines Sektempfangs oder einer Hochzeitsfeier vereinbart wird. 

Bislang drei Alternativen zum Trauzimmer im Stadthaus

Die Terminabsprache und -vergabe bliebe in den Händen des Standesamtes und von der Nachfrage und dem dafür verfügbaren Personal abhängig. Die Gebührensatzung samt der Zuschläge für externe Trauzimmer und Eheschließungen an Wochenenden oder Feiertagen bliebe davon unberührt. Bei der Festlegung neuer Trauzimmer müsste dies in einen Vertrag mit dem Betreiber gefasst werden. 

Nach dem Wegfall der Freilichtbühne als Ambiente-Trauort – der Verein kann den Aufwand für 150 Euro Pauschale so nicht mehr stemmen – bietet Werne als Alternative zum Trauzimmer im Stadthaus noch das Giebelzimmer im Alten Rathaus, das Museum und das Bauern-Museum der Panhoff-Stiftung an. 

Dem Gros der Heiratswilligen genügte zuletzt das Standardangebot: Von den 115 Paaren, die 2018 beim Standesamt den Bund fürs Leben schlossen, nutzten 76 das Zimmer in der Stadtverwaltung, 57 von ihnen sagten innerhalb der Geschäftszeiten „Ja“.

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