Camping-Idylle im Sportzentrum Dahl

Die kleine Zeltstadt im Sportzentrum der Eintracht liegt direkt neben der Tartan-Bahn.

WERNE - Erst sportlich, dann gemütlich: So verbringen die 25 dänischen Gäste des Bundesradsporttreffens ihre Tage in Werne. Die Gruppe campiert im Sportzentrum Dahl, der Heimat der Eintracht Werne. Morgens schwingen sich die Dänen aufs Rad für die Touristik-Fahrten des BRT, im Anschluss gehen sie in Werne auf Erkundungstour oder lassen in der Zeltstadt die Seele baumeln. Viel Luxus braucht die Gruppe nicht, für sie zählt die Gemeinschaft.

„Duschen, Toiletten und Strom, damit wir unser Bier kalt halten können, mehr brauchen wir nicht“, erklärt Jørgen Bjerring schmunzelnd, während er inmitten der kleinen Zeltstadt im Dahl mit seinen Freunden in der Sonne sitzt. Der harte Kern der Gruppe kennt sich schon seit Jahren, die dänische Reisegemeinschaft ist langsam gewachsen.

Aufmerksam auf das BRT machten Bjerring und Co. vor Jahren auf einer europäischen Radsportwoche Radler aus Gera. „Wir haben ihren Rat befolgt und 2010 das Bundesradsporttreffen in Gelsenkirchen besucht“, erklärt Bjerring. Damals war die Gruppe etwa zwölf Mann stark. Die BRT in Losheim am See (2011) und Cottbus (2013) besuchten die Dänen mit 30 bis 35 Teilnehmern. „In Werne sind wir etwas weniger, weil einige beruflich verhindert sind“, so Bjerring. Gestern gab es übrigens ein Wiedersehen mit den befreundeten Radsportlern aus Gera.

Nach den Rad-Touristik-Fahrten ist im Camp immer Entspannung angesagt. Es wird gemeinsam gegessen, über die Tour gesprochen und die nächsten Unternehmungen werden geplant. Während die einen die Sonne genießen, lesen andere im Schatten oder machen sich in der Dusche frisch.

Mit ihrem Zeltplatz ist die Gruppe sehr zufrieden. Neben der Nähe zur Innenstadt und den Duschen in unmittelbarer Nähe ist es ein auf den ersten Blick simpler Umstand, den die Gruppe besonders schätzt. „Wir konnten hier die beiden Campingwagen und die Zelte zusammen stellen“, erklärt Bjerring. In anderen BRT-Austragungsorten sei das nicht der Fall gewesen. Einmal sagte die Gruppe sogar die Teilnahme ab, weil nur ein Zeltplatz rund 30 Kilometer vom Veranstaltungsort zur Verfügung gestanden hätte. „Darum hat das Radsporttreffen in Neu-Ulm 2012 ohne uns stattfinden müssen“, sagt Bjerring, der den Veranstaltern in Werne rund um den RSC Werne dankbar für ihr Entgegenkommen ist: „Wir haben vor etwa neun Monaten angefragt, ob es einen geeigneten Zeltplatz gibt. Nun sitzen wir hier und alles ist perfekt.“

Sogar die verregneten Abende bereiten den Dänen kein Kopfzerbrechen. „Wenn wir nicht ohnehin irgendwo im Trockenen sitzen, etwa in einem Restaurant, dann gehen wir einfach unter die überdachte Tribüne an der Tartan-Bahn und machen es uns dort gemütlich“, sagt Bjerring. Zudem wissen die erfahrenen Camper, wie sie ihre Zelte trocken halten.

An den Radsporttreffen schätzen die Dänen vor allem die professionelle Tourenplanung. „Wir können hier Rad-Urlaub der anderen Art machen. Die Clubs, die die Strecken betreuen, sind selbst Radfahrer und wissen daher, worauf es bei einer guten Tour ankommt“, erklärt Bjerring, oftmals seien Touristenbüros mit der Planung guter Touren überfordert. „Man bekommt Karten in die Hand und muss doch selbst planen. Beim Radsporttreffen ist das anders, die Touren sind durchdacht und man kann die Gegend kennen lernen, was wir ja wollen.“

In dieser Wochen waren die Dänen schon im Ruhrgebiet, im Sauerland und Münsterland unterwegs. Dabei hat ihnen die Pilger-Route des SC Capelle besonders gut gefallen. „Diese Tour war wirklich fantastisch. Die Strecke führte fast nur durch die Natur, wir haben kaum Autos getroffen“, sagt Brigitte Olesen.

Überhaupt fühlt sich die Gruppe gut aufgehoben. „Alle sind sehr hilfsbereit. Wir brauchen gar nicht zu fragen, schon hilft uns jemand weiter“, sagt Preben Rasmussen, der sich bei einem Sturz leicht verletzt hat. Rasch hätten die BRT-Verantwortlichen für ihn einen Arztbesuch organisiert. „Es ist auch nicht so schlimm, ich werde damit radeln können“, sagt Rasmussen, schließlich wollen er und seine Begleiter keine der Touren durch die Region verpassen. - sh  ‘ Werne 3

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