Kontrollen in der Corona-Krise

Coronavirus: Vorfall im Supermarkt - Werner hustet Frau an der Kasse gezielt ins Gesicht

Im Kaufland in Bergkamen kam es zu dem Zwischenfall an der Supermarktkasse. Dort hatte sich ein Mann aus Werne (38) vorbeigedrängelt und eine Frau aus Bergkamen bewusst angehustet.
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Im Kaufland in Bergkamen kam es zu dem Zwischenfall an der Supermarktkasse. Dort hatte sich ein Mann aus Werne (38) vorbeigedrängelt und eine Frau aus Bergkamen bewusst angehustet.

Die Polizei im Kreis Unna hat am Wochenende einige Verstöße gegen das Kontaktverbot in der Corona-Krise gezählt. Ein Werner (38) hustete in einem Supermarkt einer Frau gezielt ins Gesicht.

Kreis Unna - Die Polizei des Kreises Unna hat am Wochenende wieder verstärkt kontrolliert, ob sich die Bürger an das Kontaktverbot in der Corona-Krise halten. Zu einem Zwischenfall kam es am Freitag, 17. April, gegen 14.30 Uhr in einem Supermarkt an der Töddinghauser Straße in Bergkamen.

Dort lief ein 38-Jähriger aus Werne an der Warteschlange vorbei, um sich an der Kasse vorzudrängeln. Absichtlich hustete er im Vorbeigehen einer 31-jährigen Bergkamenerin gezielt ins Gesicht. Es liegen keine Hinweise auf eine Infektion mit dem Coronavirus vor. Gegen den 38-Jährigen wird nun strafrechtlich ermittelt, teilt die Polizei des Kreises Unna mit. 

Betrunkener Autofahrer hustet Beamten an.

Dieser Vorfall erinnert an das üble Verhalten eines Mannes (54) aus Werne. Er hatte am Donnerstag, 9. April, einen Unfall auf der Varnhöveler Straße in Werne verursacht. Bei der Unfallaufnahme hatte der alkoholisierte Mann die Polizeibeamten mehrfach demonstrativ angehustet und behauptet, er habe sich durch das Coronavirus infiziert.

Das war lediglich eine Schutzbehauptung. Es lagen keine Hinweise auf eine Corona-Infektion vor, teilte die Polizei seinerzeit mit. Gegen den 54-jährigen Werner wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Corona-Schutz für die Polizei: Streifenwagen mit Schutzausrüstung ausgestattet

Die Beamten der Polizei können sich bei Einsätzen, bei denen der Verdacht einer Corona-Infektion besteht, schützen. Alle Fahrzeuge und Beamten sind ausreichend mit einer Schutzausrüstung ausgestattet.

Es sind wenige Einzelfälle, bei denen sich einige Bürger respektlos verhalten. Die meisten Bürger halten sich aber an das Kontaktverbot. Insgesamt hat die Polizei am vergangenen Wochenende 38 Einsätze in ihrem Zuständigkeitsgebiet gezählt, 22 Platzverweise erteilt, 18 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erfasst und ein Strafverfahren eingeleitet. 

"Vorbildliches Verhalten": Werner halten sich in der Regel an das Kontaktverbot

In Werne blieb es ruhig. Die Polizei hat keine Verstöße feststellen können. „Wir können ein vorbildliches Verhalten der Bevölkerung in Werne feststellen. Die Werner halten sich an das Kontaktverbot“, erklärt Christian Stein, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna.

Auch das Ordnungsamt der Stadt Werne teilt diese Ansicht. Am Wochenende zählten die Mitarbeiter 29 Ansprachen. Nun werde geprüft, inwiefern Bußgelder verhängt werden müssen.

Jugendliche verstoßen auf Spiel- und Bolzplätzen sowie Schulhöfen gegen das Kontaktverbot

Vor allem an Spiel- und Bolzplätzen sowie an Schulhöfen gebe es insbesondere von Jugendlichen Verstöße gegen das Kontaktverbot, erklärt Frank Gründken, Dezernent Innere Verwaltung der Stadt Werne. Am Sonntagnachmittag habe es etwa einen Einsatz an der Sportanlage am Grote-Dahl-Weg gegeben. Dort hatten sich mehrere Jugendliche aufgehalten, erzählt Christian Stein, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde.

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