Solebad-Bau im Plan, aber letzte Vergaben erfordern Geschick  

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Die Arbeiten im neuen Solebad schreiten plangemäß voran, hier beim Fliesen des Sportbeckens. Bald soll der Eröffnungstermin konkretisiert werden.  

Werne - Der Blick aufs Baubudget von 13,32 Mio. Euro bleibt angespannt, weil jeder Euro vorm Ausgeben dreimal umgedreht werden muss – aber es läuft nach Plan beim Solebad-Bau.

Das hat Daniela Kersting vom Controlling-Büro Constrata dem Bad-Betriebsausschuss versichert. Nur erfordere das bei den letzten Auftragsvergaben noch einmal ein hartes Stück Arbeit, weil sich der anhaltende Bauboom teils in hohen Preisen oder ausbleibenden Offerten niederschlage. „Das ist aber kein großes Alarmzeichen“, sagte Kersting, als das Gremium am Dienstag ein letztes Mal im alten Hallenbad tagte. Es wird mit Ferienbeginn dem daneben wachsenden Neubau weichen.

Nach den Ferien wird Eröffnung im Frühjahr präzisiert

Auch die letzten der 53 Ausschreibungen insgesamt seien auf den Weg gebracht. „Sie sind auch submittiert, aber die Vergaben laufen noch“, erläuterte Kersting, warum sie noch nicht darlegen könne, ob der enge Kostenrahmen nach der zwischenzeitlichen Erhöhung auf der Zielgeraden gehalten werden kann. „Auf der Baustelle ist alles wie es sein soll, wir haben keinen Tag Verzug“, führte Geschäftsführer Frank Gründken auf Anfrage der Redaktion aus, dass trotz großer Konkurrenz um Handwerker bisher nichts liegen geblieben sei. Die Gewerke, bei denen es Klärungsbedarf gebe, stünden erst im Herbst an. Gründken geht davon aus, „dass wir nach den Sommerferien den Eröffnungstermin im Frühjahr '19 genauer bestimmen können.“ 

Sechs letzte Ausschreibungen über 290.000 Euro offen

Von den 53 Ausschreibungen seien derzeit noch sechs im Volumen von 290 000 Euro offen, so Gründken. Wegen der strikten Vergabebestimmungen könne er über Details noch keine Angaben machen, da Absagen versandt seien und die Einspruchsfristen noch liefen. Nur in einem Fall habe es kein Angebot gegeben, bei einer freihändigen Vergabe mit kleinerem Volumen, bei der sich eine Lösung mit einem schon am Bad tätigen Betrieb abzeichne. Bei Angeboten überm kalkulierten Preis werde intensiv nachverhandelt und die Planung nach wie vor mit Architekt Heinrich Brinkhus auf Einsparmöglichkeiten überprüft, sagte Kersting. „Das Budget zu halten, bleibt schwierig. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.“ Für die Politik sprach Uta Leisentritt (CDU) dem Planer-Gespann ein großes Lob für die enge Projektbegleitung aus.

Was bringt Hallenbad-Abbruch für Anwohner mit sich?  

Aktuell arbeiten vom Dachdecker, über Installateure und Fliesenleger bis zum Gartenbauer gleichzeitig 35 bis 40 Handwerker aus neun Firmen an der Fertigstellung des Prestigeobjekts. Mit Ferienbeginn kommen die Abbrucharbeiter dazu. Welche Auflagen dazu mit Rücksicht auf die Anwohner bezüglich Lärm, Staub und Verkehr gemacht werden, bestimmt die Abbruchgenehmigung, die kommenden Woche erteilt werden soll.

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