Mörderischer Abend im Werner Solebad

Christine Drews liest beim „Tatort Solebad“ aus ihrem Kurzkrimi vor

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Die Autorin Christine Drews las am Freitag aus ihrem Kurzkrimi „Blut geleckt“ vor.

Werne – Im Rahmen des Festivals „Blutige Lippe“ las die Kölnerin Christine Drews am vergangenen Freitag aus ihrem Kurzkrimi „Blut gerochen“ im Solebad vor. Festival-Herausgeber der „Blutigen Lippe“ Hartmut Marks sowie der Schriftsteller und Verleger Magnus See führten die Gäste durch den schaurig-schönen Abend.

Die Veranstaltung „Tatort Solebad“ wurde nach dem Umbau des Solebads zur Freude vieler Fans – es war die vierte Auflage – weitergeführt. Zur kriminellen Einstimmung las Christian Huppert aus „Kurzkrimilyrik“, ebenfalls aus dem Buch „Blutige Lippe“, vor.

In Drews Kurzkrimi – keine Angst, wir verraten nicht das Ende – wird ein rot lackierter Fingernagel im Wasser von einem Kind entdeckt. Und das am Tag der Eröffnung des Bades. Jürgen Thöne, der Badleiter, dessen Name in der Geschichte nicht verändert wurde, muss bibbern. Die Kripo im Bad wäre am Tag der Eröffnung natürlich keine gute Sache. Ein befreundeter Kommissar, Axel Schulte, widmet sich dem Finger ohne großes Aufsehen. Anschließend wird der restliche Körper zum Finger gefunden – jedoch nicht mehr am selben Tag. Die Gerichtsmediziner Peer Strade und Dr. Karge untersuchen die Leiche anschließend auf Spuren und finden so einiges heraus. Es handelt sich um einen Mord, so viel steht fest. Also muss Axel Schulte herausfinden, wer der Mörder ist. Das führt den Kommissar auf schaurige Wege.

Klangvolle Töne kamen am Freitag von der Band Rotstiftpause mit der Sängerin Claudia Blaufuß

Die Band „Rotstiftpause“ des Freiherr-vom-Stein Berufskollegs in Werne sorgten gemeinsam mit Sängerin Claudia Blaufuß mit unterhaltsamen Krimi-Liedern bei der ausverkauften Lesung für musikalische Begleitung. Kulinarische Leckerbissen und erfrischende Getränke bot das Strobels im Bad an. Da sich die Veranstaltung im Außenbereich des Bades abspielte, hörten die Gäste im Hintergrund das Wasserplätschern der Brunnen und der Becken, während Christine Drews aus ihrem Werk vorlas. Die Kölnerin las nicht nur „Blut gerochen“ vor, sondern auch ein Stück aus dem fünften Teil ihrer Münster-Reihe mit dem Titel „Kälter als die Angst“. Das Ermittlerduo Charlotte Schneidermann und Peter Käfer gehen auch hier wieder neuen Spuren auf den Grund.

Nach der Lesung konnten die Gäste beim Lösen eines Quiz rund um das Thema der „Blutigen Lippe“ Preise wie Badetücher, eine „Blutige Lippe“-Tasse oder „Unkraut auf Rügen: Ein Smartphone-Reiseromänchen“ von Huppert gewinnen.

Volle Hütte beim „Tatort Solebad“ – Die Veranstaltung war komplett ausverkauft.

„Große Klasse“, „Vielen Dank für den schönen Abend“ und „Immer wieder eine Bereicherung“ – so lauteten einige Stimmen der Gäste am Ende des Abends. Besucherin Petra Waterhues Haubruck gefiel die Lesung ebenfalls sehr gut: „Die Zeit verging wie im Flug und die Atmosphäre war einfach schön“, erklärte sie. Detlef Baum und seine Frau Judith waren begeistert: „Wir wurden nicht müde und konnten gut folgen,“ betonten die beiden.

Badleiter Jürgen Thöne hofft, dass die Veranstaltung auch in Zukunft wieder im Solebad stattfindet. „Die Stimmung war einfach klasse und das Wetter spielte zum Glück mit“, resümierte er. Zudem sei er stolz, dass durch den Krimi die Neueröffnung des Solebades verewigt wurde. Er sei sehr stolz auf seine Kollegen, die ihn an dem Abend unterstützten – denn das sei kein alltägliches Arbeiten gewesen, betonte der Badleiter.

Thriller statt Comedy

Christine Drews war mit der Veranstaltung ebenfalls sehr zufrieden: „Veranstaltungen mit Magnus See und Hartmut Marks sind immer toll“, so die Autorin. Sie habe zwar schon an einigen besonderen Orten Lesungen gehalten – wie zum Beispiel in einem Zug im Sauerland – jedoch habe sie noch nie in einem Schwimmbad vorgetragen. Im Lippeverlag hat die Kölnerin bereits zehn bis zwölf Krimis veröffentlicht. Im ersten Band der „Blutigen Lippe“ befindet sich auch ein Kurzkrimi der Autorin, der in Wadersloh spielt.

Früher schrieb Christine Drews Comedy-Texte, wie zum Beispiel für die Fernsehserie „Sechserpack“. „Ich hatte keine Lust mehr auf Humor. Also was bot sich besser an, als Thriller zu schreiben?“, witzelte Drews. „Ich hoffe, die Leute gehen mit einem schaurigen Gefühl nach Hause und trauen sich nicht mehr alleine aus dem Solebad“, scherzte sie weiter. Am 28. Oktober wird die Verfilmung ihres Thrillers „Schattenfreundinnen“ im ZDF ausgestrahlt.

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