Vor dem Landgericht

Cannabis-Züchter aus Werne kämpft gegen seinen Schuldspruch an

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Symbolbild

Werne/Dortmund – Der Betreiber einer illegalen Cannabisplantage kämpft vor dem Dortmunder Landgericht um eine Einstellung seines Strafverfahrens.

In einer Berufungsverhandlung vor dem Dortmunder Landgericht will der 52-jährige Werner ein Urteil des Amtsgerichts Lünen aufheben lassen. Hier war der ehemalige Bergmann zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe wegen illegalen Anbaus von Haschischpflanzen verurteilt worden.

Bei einem Feuerwehreinsatz am Juni 2016 war eher zufällig eine Zucht von 32 Pflanzen in seiner Wohnung an der Konrad-Adenauer-Straße aufgeflogen. Der seit über 30 Jahren drogensüchtige Werner erklärte in erster Verhandlung vor dem Lüner Amtsrichter, dass er seit vielen Jahren chronisch krank sei und daher das Haschisch brauche als schmerzstillende Substanz. Er habe die Plantage ausschließlich für den Eigenkonsum angebaut.

Staatsanwältin lobt: "Der einzige legale Weg"

Mittlerweile hat er auch Klage vor dem Sozialgericht eingelegt, um in Zukunft Cannabis als Schmerzmittel regulär vom Arzt verschrieben zu bekommen. Das sei der einzige legale Weg, lobte die Staatsanwältin in der Dortmunder Berufungsverhandlung.

Eine Einstellung des Verfahrens käme aus ihrer Sicht dennoch nicht in Frage. Starker Konsum von selbst angebautem Cannabis sei schädlich, der Angeklagte zudem ein Wiederholungstäter. Der Prozess wird Ende April fortgesetzt.

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