Cannabis-Zucht bei Feuerwehr-Einsatz in Innenstadt entdeckt

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Cannabis

Werne - Ein Bewohner des Elfgiebelhauses in der Innenstadt hatte vergessen, den Herd auszustellen und damit vor eineinhalb Wochen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nun hat er noch ein ganz anderes Problem: Bei dem Einsatz entdeckte die Polizei in seiner Wohnung eine illegale Cannabis-Zucht.

Qualmenden Topf entsorgt, Herd abgeschaltet, Wohnung gelüftet und Einsatz beendet – das ist nur der erste Teil des Feuerwehreinsatzes, der vor eineinhalb Wochen am frühen Freitagabend am Elfgiebelhaus in der Konrad-Adenauer-Straße für Aufsehen in der belebten Innenstadt sorgte. 

Den zweiten Teil lieferte Polizeisprecherin Vera Howanietz auf Anfrage des WA jetzt nach: Die Einsatzkräfte entdeckten bei dieser Gelegenheit eine illegale Cannabiszucht. Dass in den vier Wänden der Rauchmelder angeschlagen war, hatte indes mit der Aufzucht der verbotenen Rauchware nichts zu tun. Der 50-jährige Bewohner hatte vergessen den Herd abzuschalten, als er die Wohnung verließ.

Nachbarn vernahmen den gellenden Alarmton und riefen die Feuerwehr, weil in der Wohnung nebenan niemand öffnete. Die Brandschützer hatten ihre Arbeit schnell erledigt. Die Polizei benötigte indes Verstärkung zur Sicherung der Beweise und hatte damit noch eine Weile zu tun. 

Auf dem Balkon und in der Wohnung fanden die Beamten etliche Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien und stellten verdächtige Substanzen sicher, wie die Polizei mitteilte. Ob sie mit der Verarbeitung von Cannabis-Produkten in Verbindung stehen, sollen weitere Untersuchungen zeigen. 

Die „Unternehmung“ war dem Vernehmen nach noch nicht ganz ausgereift. Der Wohnungsinhaber sei ermittelt, so die Polizeisprecherin, lasse sich zum mutmaßlichen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz aber bislang nicht ein.

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