Busse ersetzen RB 50

Schwere Zeiten für Bahn-Pendler: Erste Streckensperrung ab 14. Oktober

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Am Bahnhof Werne hält die RB 50 der Eurobahn. In den Zeiten der Streckensperrungen werden Busse gen Dortmund und/oder Münster eingesetzt.

Werne – Für Zugreisende beginnen anstrengende Wochen und Monate. So kommt es schon vor der im kommenden Jahr anstehenden großen Sanierung des Bahndamms zwischen Münster und Dortmund zu einer längeren Streckensperrung. Ein Überblick:

Wann wird gesperrt?
Zunächst vom 14. Oktober frühmorgens bis zum 4. November.

Welcher Abschnitt ist baulich betroffen?
Von Werne aus nur der in Richtung Dortmund. Die Eurobahn, Betreiberin der RB 50, will einen Ersatzverkehr mit Bussen anbieten.

Wie sieht der Ersatzverkehr konkret aus?
Es gibt zwei Phasen und auch Auswirkungen auf die Verbindung gen Münster. Erste Phase: Vom 14. Oktober, 3.50 Uhr, bis 20. Oktober, 3.30 Uhr, fallen die Züge zwischen Werne und Dortmund ganz aus. Die Busse halten dann in Werne, Lünen (Busbahnhof ZOB), Preußen (Haltestelle Bahnhof), Do-Derne (Bahnhof), Do-Kirchderne (Ersatzhaltestelle am Bahnhof) und Dortmund (Busbahnhof am Nordausgang). Zweite Phase:  om 21. Oktober, 0 Uhr, bis 4. November, 1 Uhr, gibt es einen Ersatzverkehr zwischen Lünen und Werne mit Haltestelle auch in Preußen. Achtung: Die Züge zwischen Werne und Münster verkehren dann mit geänderten Fahrtzeiten, zwischen Lünen und Dortmund aber planmäßig. Und: In den Abendstunden am 3. November fahren Busse zwischen Preußen und Münster.

Was genau wird auf der Bahnstrecke gemacht?
Es werden vier Weichen in Do-Eving erneuert, rund 2 000 Meter Schiene zwischen Dortmund Hbf und Do-Eving, ein Gleis im Bahnhof Do-Derne, zwei Gleise im Bahnhof Lünen sowie das Streckengleis zwischen Lünen und Werne. Insgesamt werden dazu rund 17 500 Tonnen Neuschotter eingebaut, 10 200 Meter Neuschiene sowie 8 900 Betongleisschwellen. Die Deutsche Bahn spricht von „umfangreichen Bauarbeiten“ für eine „moderne Infrastruktur, die den Bedarfen gerecht wird“. Insgesamt würden rund 4,5 Millionen Euro investiert.

Sind die anstehenden Maßnahmen Vorarbeiten für die geplante Sanierung des Bahndamms?
Nach Auskunft der Deutschen Bahn nein. Sie hätten aber auch nicht während der großen Sanierung stattfinden können, heißt es, weil die Gleise für die Baulogistik benötigt würden.

Gibt es schon einen konkreten Termin für den Beginn der Damm-Sanierung?
Sie soll am 6. Januar 2020 beginnen und bis zum 11. August dauern, also mehr als sieben Monate. Das hatte die DB bereits Anfang April mitgeteilt. In dem Zeitraum wird der Streckenabschnitt zwischen Lünen und Davensberg durchgehend gesperrt. Auch dann soll es einen Ersatzverkehr geben.

Was ist der Grund für die Damm-Sanierung?
Der Bahndamm ist an zwei Stellen – bei Langern und zwischen Ascheberg und Davensberg – auf insgesamt sechs Kilometern Länge schadhaft. Dort sind Risse festgestellt worden. Als Ursache gilt tonartiger Boden, der einst beim Bau der Strecke verwendet wurde. Er schwillt bei Nässe an und trocknet schnell aus. Durch den Einbau von bis zu vier Meter langen Spundwänden links und rechts der Gleise, die horizontal miteinander verbunden werden, soll Stabilität erreicht werden. Kostenpunkt: mehr als 30 Millionen Euro. Zurzeit fahren die Züge hier mit verringertem Tempo.

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