BRT-Tourenbetreuer sorgen arbeitsteilig für reibungslosen Ablauf

An der Verpflegungsstelle in Mersch griffen die Radler hungrig zu. Foto: Hoffmann

WERNE - Dafür, dass sich die Teilnehmer des Bundesradsporttreffens richtig wohl fühlen, sorgt eine Schar von Helfern, die die Strecken vorbereiten, betreuen und wieder abzuschildern. Dienstag waren die Radsportler des SC Capelle an der Reihe.

„Die Strecke ist richtig schön, das Wetter spielt mit, die Verpflegung ist top und die Ausschilderung gut“, sagte Klaus Thünken (75) von der RG Kiel, bevor er sich an der Kontrollstelle der Rad-Touristik-Fahrt (RTF) „Auf den Spuren der Pilger“ in Mersch wieder auf den Sattel schwang. Damit auch die anderen 530 Teilnehmer die Tour in vollen Zügen genießen konnten, waren rund 40 Streckenhelfer vom SC Capelle im Einsatz.

An jeder der drei Verpflegungsstationen – in Davensberg, Telgte und Mersch – taten jeweils rund fünf Helfer Dienst. In Mersch sorgten unter anderem Heinrich Hölscher und Egbert Waldmann dafür, dass die Radfahrer ihre Batterien wieder aufladen konnten. Sie hatten vorab unzählige Brote mit Marmelade, Schmalz oder Schoko-Creme geschmiert, Äpfel, Bananen und Melonen handlich portioniert. Die Radler griffen gerne zu, und so musste immer wieder nachgelegt werden, dabei half auch der Vereinsnachwuchs kräftig mit.

„Unser Müsli-Gebäck ist übrigens besonders gefragt“, erklärte Egbert Waldmann, und wie zum Beweis griffen gleich mehrere Neuankömmlinge zu den Cerealien. Auch der Teller mit den Melonen wurde zusehends leerer, so dass Heinrich Hölscher eine weitere Frucht anschneiden musste.

Die Verpflegungsstation in Mersch passierten übrigens alle Teilnehmer der Pilger-Route, unabhängig davon, für welche Distanz sie sich entschieden hatten. Die Kontrollstelle in Davensberg erreichten nur die Fahrer, die die mittlere oder große Tour gewählt hatten. Das Team der Telgter Kontrollstelle versorgte nur die Teilnehmer der Distanz über 110 Kilometer.

Der achtjährige Robin, das jüngste aktive Mitglied des RSV Weddinghofen, war mit seinen Eltern unterwegs. Das Trio fuhr die 50-Kilometer-Variante. Gut gestärkt mit Melone und Müsli-Gebäck ließen Robin und seine Eltern noch rasch ihre BRT-Karten einscannen, bevor sie ihren Weg fortsetzten. „Die Strecke gefällt mir gut“, fiel Robins Kommentar knapp, aber eindeutig aus.

Auch Leo Bröker (76), Streckenchef des Sparkassen-Münsterland, war mit der Pilger-Route gut zufrieden. Er war mit Freunden in Wolbeck gestartet und im Rahmen einer Sternfahrt inmitten der Strecke eingestiegen. „Unterwegs waren die Hochwasserschäden zwar spürbar, aber die Tourenplaner haben gut reagiert und teilweise umgeschildert“, lobte Bröker die Verantwortlichen.

Um sich ein Bild von der Strecke nach den starken Regenfällen zu machen, war am Dienstagmorgen ein dreiköpfiges Team des SC Capelle zur Kontrolle ausgerückt. „Sie haben dann kurzfristig im Raum Münster Teilbereiche umgeschildert“, erklärte Gerlinde Mertens, Abteilungsleiterin Radsport im SC Capelle. Sie hielt gestern im BRT-Büro am Kirchhof die Stellung.

Als sich der letzte Fahrer auf die Strecke begeben hatte, begann das Team des SC Capelle Abschnitt für Abschnitt damit, die 400 Schilder, die im Vorfeld angebracht worden waren, wieder abzunehmen. „Das Team gibt den einzelnen Kontrollstellen Bescheid, dass sie zusammen räumen können“, erklärt Mertens. „Auf dem Rückweg nach Werne schildern die Helfer dann Teilabschnitte der Strecke ab, so verteilen wir die Arbeit auf mehrere Schultern und müssen nicht extra nochmal los.“

„Los“ geht es für die Mitglieder des SC Capelle heute wieder zu ihrem Vergnügen. „Einen Tag arbeiten, den Rest genießen“, bringt Mertens die Arbeitsteilung in punkto Touren-Betreuung auf den Punkt. Für sie und viele ihrer Vereinskollegen geht es heute in die Soester Börde. - sh

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