Bundespreis für gelungene Restaurierung des Denkmals Roggenmarkt 8

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Susanne Herget-Schumpich freut sich über den Preis.

Werne - Mehr als zwei Jahre haben die Restaurierungsarbeiten am Roggenmarkt 8 gedauert. Jetzt sind die Bauherren, Susanne Herget-Schumpich und Peter Schumpich, für den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege nominiert worden.

„Welche Platzierung genau wir erhalten, wissen wir allerdings noch nicht“, sagt Susanne Herget-Schumpich. Das erfahren sie und ihr Mann am 7. November bei der offiziellen Preisverleihung in Düsseldorf. Der Bundespreis wird „für beispielhafte Leistungen in der Baudenkmalpflege“ verliehen und jährlich in verschiedenen Bundesländern ausgelobt. Die Vergabe rotiert so, dass ein Bundesland alle sieben Jahre an der Reihe ist. In diesem Jahr sind das Nordrhein-Westfalen und Berlin. „Jeder private Denkmaleigentümer, der in den sechs Jahren davor mit seinen Sanierungs- oder Restaurierungsarbeiten fertig geworden ist, kann sich bewerben“, erklärte Herget-Schumpich. 

Ein Dutzend Handwerksbetrieb waren beteiligt

An der Restaurierung ihres historischen Fachwerkhauses am Roggenmarkt arbeiteten etwa ein Dutzend Handwerksbetriebe. Vier von ihnen sind ebenfalls für den Preis nominiert worden, darunter Elektro Ribhegge aus Werne. Die anderen Firmen kommen aus Herten, Dortmund und Lichtenau. Die Betriebe werden mit Urkunden für ihre Leistungen ausgezeichnet. Sollte das Ehepaar Schumpich einen der ersten drei Preise erhalten, können sie als Bauherren zwischen 7 500 und 2 500 Euro gewinnen. Das hängt von der Jury ab. Jedes Bundesland erhält einen Betrag von maximal 15 000 Euro, den die Juroren nach eigenen Maßstäben auf die Platzierungen verteilen. Ausgeschrieben wird der Bundespreis vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

Die Öffentlichkeit auf Denkmäler aufmerksam machen

 „Die Auszeichnung soll Handwerksbetriebe motivieren, sich stärker in Sachen Denkmalpflege zu engagieren und entsprechend zu qualifizieren“, sagt die Bauherrin. Außerdem solle die Öffentlichkeit stärker auf das Anliegen der Denkmalpflege aufmerksam gemacht werden. Sie selbst habe von Dr. Bettina Heine-Hippler, der LWL-Gebietsreferentin für Denkmalschutz, von dem Bundespreis erfahren. Ein Tipp von der LWL-Referentin „Sie war bei einem Besuch im Haus sehr begeistert vom Fortschritt der Arbeiten und empfahl uns die Bewerbung.“ Dafür reichte das Ehepaar im Mai einen ausführlichen schriftlichen Antrag mit etwa 15 Fotos ein. Anhand der Bilder erklärte es, was im Einzelnen gemacht worden war, von der Restaurierung alter Fenster und Türen über Lehmputz an den Wänden bis hin zum Einbau einer Heizungsanlage in den Außenmauern.  „Um das Haus trocken zu halten“, erläutert Susanne Herget-Schumpich. Eine Abordnung der Jury sei dann im Sommer zu einer Besichtigung gekommen. Das Haus hatten Susanne Herget-Schumpich und Peter Schumpich 2014 recht heruntergekommen gekauft. 

Die Familie hat geholfen

Im Herbst desselben Jahres begannen sie mit den Arbeiten. „Abgesehen von den Handwerksbetrieben war es ein Familienprojekt“, erinnert sich Herget-Schumpich. Sie selbst habe entrümpelt, Wände gestrichen, Hölzer geölt und gewachst. „Auch meine beiden Söhne, beide Handwerker, haben viel geholfen, ebenso meine Tochter.“ Weihnachten 2016 war es soweit: „Da konnten wir in das Haus einziehen, auch wenn hier und da noch ein paar Kleinigkeiten zu machen sind.“ Das Leben in dem historischen Gebäude fühle sich „super“ an. Man müsse halt damit leben, dass es einige schiefe Ecken und Kanten habe. Dafür sei die zentrale Lage ein Traum. „Alles in allem ist es so, wie wir es uns gewünscht haben“.

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