Lothar Christ tritt zweite Amtszeit in Werne an

Gegenkandidat Benedikt Striepens (li.) gratuliert Wahlsieger Lothar Christ. - Foto: Hillebrand

WERNE - Bürgermeister Lothar Christ bleibt weitere sechs Jahre im Amt. Der parteilose Kandidat setzte sich gestern mit 73,1 Prozent der Stimmen zum zweiten Mal gegen seinen erneuten Gegenkandidaten Benedikt Striepens (Grüne) durch. Bei der Stadtratswahl erlitten die Liberalen mit einem Stimmenverlust von 12,6 Prozent eine bittere Niederlage.

Christ konnte gegenüber seiner ersten Wahl vor fünf Jahren noch gut fünf Prozent zulegen. Er bewertete das Ergebnis als einen Beweis für das Gelingen des Werner Modells: Ein parteiloser Bürgermeister arbeite hier mit den Parteien vertrauensvoll zusammen.

Der Bürgermeister sieht in seinem Wahlergebnis „eine sehr gute Basis“ für die Aufgaben in den kommenden sechs Jahre. In puncto Solebad habe man baulich die Weichen gestellt, jetzt gelte es, den Tarifstreit durch eine „vernünftige, für beide Seiten akzeptable Lösung“ zu beenden. Die Chancen dafür seien nach der Wahl ungleich höher, weil nun nicht mehr so starker Druck auf die Politik ausgeübt werden könne. Bei allem dürfe man die „hohe Verantwortung für die haushalterische Situation“ nicht vergessen. Werne wieder finanziell auf gesunde Füße zu stellen, sei die größte Herausforderung seiner neuer Amtszeit.

Grund zum Jubeln hatten die Werner Liberalen im Gegensatz zu den beiden vergangenen Kommunalwahlen nicht. Die FDP ging mit einem Ergebnis von 7,1 Prozent regelrecht baden, nachdem sie 2004 noch 19,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und mit acht Politikern eine starke Fraktion stellte. Die Freien Demokraten werden in Zukunft nur noch mit drei Vertretern im Stadtrat sein.

Die Werner CDU befindet sich im Aufwärtstrend, nachdem sie vor zehn Jahren die absolute Mehrheit verloren und 2009 mit 35 Prozent der Wählerstimmen eine weitere Talsohle erreicht hatte. Die Partei legte gestern gut fünf Prozentpunkte zu und kam auf 40,9 Prozent. Über einen Zuwachs von fünf Prozent freute sich auch die SPD, die 29,4 Prozent erreichte. Die Grünen blieben mit 12,8 Prozent stabil, das Ergebnis der UWW sank von 7,8 auf 6,2 Prozent. Die Partei die Linke zieht mit 3,7 Prozent in den Werner Stadtrat ein.

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,6 Prozent, etwas mehr als die Hälfte der gut 25 000 Wahlberechtigten ging an die Urne. - kb/am  ‘   Werne

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