Breitbandausbau: Bürgermeister holt 50.000 Euro in Berlin ab

Minister Alexander Dobrindt (v.l.) überreichte den Förderbescheid an Bürgermeister Lothar Christ. Michael Thews (SPD) war als örtlicher Bundestagsabgeordneter dazu geladen.

Werne - Mit 50.000 Euro aus der Kasse des Bundes kann Werne ein ortsspezifisches Konzept für den zeitgemäßen Ausbau eines Breitbandnetzes erstellen. Anlässlich der 2. Breitbandförderkonferenz in Berlin hat Bürgermeister Christ die Bewilligung des Antrags am Montag von Bundesminister Alexander Dobrindt in Empfang genommen.

Das Geld stammt aus dem Budget von 2,7 Milliarden Euro, das der Bund im November 2015 aufgelegt hat, um bis 2018 flächendeckend Internetzugänge mit einer Leistung von Mindestens 50 Mbit pro Sekunde zu schaffen. Werne ist damit unter den bundesweit ersten 78 Städten und Landkreisen, die mit dem 100-prozentigen Zuschuss von maximal 50 000 Euro für Beratungsleistungen dafür Fachleute beauftragen können. Sie sollen so etwas wie ein Strategiepapier für die Schließung der Lücken im Breitbandnetz auflegen. Der Antrag für diese Förderung hatte Werne Anfang Dezember eingereicht.

Förderung bis zu 15 Millionen Euro

Dafür ist auszuloten, inwiefern das marktwirtschaftliche Engagement der Betreiber in den kommenden drei Jahren eine angemessene Versorgung verspricht oder mit Verhandlungsgeschick in die Wege geleitet werden kann, beziehungsweise an welcher Stelle es nur noch mit einem subventionierten Netzausbau weiter gehen kann. Nach dieser Systematik hat Werne bekanntlich im kleineren Maßstab bereits über das NRW-Förderprogramm mit 90-prozentigem Zuschuss die DSL-Versorgung in Horst und Langern verbessern können.

Nun besteht die Aussicht, über das Programm des Bundes in einem zweiten Schritt Ähnliches in die Wege leiten zu können. In der zweiten Stufe des Förderprogramms gewährt das Haus von Minister Dobrindt bis zu 15 Millionen Euro für Ausbauvorhaben. Die Förderquote bewegt sich dabei zwischen 50 und 70 Prozent; die Kombination mit der Landesförderung erlaubt es bei idealer Konstellation, den Eigenanteil auch hier auf zehn Prozent zu beschränken.

100-Prozent-Zuschuss für Beraterleistung

Zur Vorbereitung hatte die Stadt Werne auf eigene Rechnung bereits ein Büro mit einer Bestandsanalyse und einem „Markterkundungsverfahren“ beauftragt. Die neue Studie setzt darauf auf und soll in der ersten Jahreshälfte konkrete Ansätze liefern. Bürgermeister Lothar Christ kündigte in einer Mitteilung zu seinem Berlin-Besuch an, in einem ersten Schritt die Gewerbegebiete mit besseren Internetzugängen auszustatten, angrenzende Wohngebiete und die Außenbereiche sollen anschließend folgen.

Als örtlicher Bundestagsabgeordneter war bei der Übergabe auch Michael Thews (SPD) geladen. „Werne hat hier wirklich schnell gehandelt“, zollte er Respekt dafür, dass die Stadt schon in der ersten Fördertranche zur Stelle war. Wichtig sei es, mit mit Hilfe der Fachleute nun ein Netzwerk zu knüpfen, gegebenenfalls im Schulterschluss mit anderen etwas zu erreichen, was Werne allein nicht gelingen kann.

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