Initiatoren hoffen auf weitere Spenden

Blühstreifen-Aktion in Werne: Schon mehr als 70 Paten

Die Blühstreifen sollen Insekten Nahrung geben und so den Artenschutz fördern. Rechnerisch können bereits 50 Prozent der zunächst geplanten drei Hektar angelegt werden, also 15.000 Quadratmeter.

Werne – Die Mitte Januar vorgestellte Blühstreifen-Aktion entwickelt sich offenkundig zur Erfolgsgeschichte. Laut Michael Zurhorst, einer der Initiatoren, ist bereits die Hälfte der zur Verfügung stehenden Patenfläche vergeben.

Er sei fest überzeugt, dass sich auch für die andere Hälfte Blühpaten finden lassen, sagt der Ratsherr. Und wenn die Nachfrage darüber hinaus anhalte, könnten Wernes Landwirte sicherlich noch zusätzlichen Boden für den Artenschutz bereiten.

Im Zuge der Aktion sollen entlang von Wegen und Äckern auf drei Meter breiten Streifen Wildpflanzen gesät werden, die Nahrung für Insekten bieten. Für jeden Quadratmeter, der von Paten durch Spende finanziert wird, legen die Landwirte einen weiteren auf eigene Kosten an. Insgesamt sollen zunächst drei Hektar Blühstreifen auf Werner Stadtgebiet entstehen; das entspricht 30.000 Quadratmetern.

30 Landwirte bringen Flächen ein

Mit der Resonanz auf die Aktion sei er sehr zufrieden, sagt Zurhorst. Es habe bis dato nur positive Reaktionen gegeben. Etliche Paten hätten gleich mehr als die Mindestfläche von 50 Quadratmetern geordert. „Zurzeit liegt der Schnitt bei über 100 pro Pate“, erläutert Zurhorst. Ein Werner Bürger habe gleich zehn Patenschaften auf einmal übernommen. Die Zahl der Paten liege aktuell schon bei über 70.

Was ihn so optimistisch mache, das Ziel von drei Hektar zu erreichen oder sogar zu überbieten? „Bislang haben wir kaum Werbung für die Aktion gemacht“, antwortet Zurhorst. Auch seien erst im Laufe dieser Woche über die Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ Kaufleute und Unternehmen angesprochen worden.

Stadt Werne hilft bei Abwicklung

Bekanntlich unterstützt auch die Stadt Werne die Aktion, indem sie bei der Abwicklung hilft. Die Spenden von 18 Euro pro Patenschaft (50 Quadratmeter) kann auf ihr Konto überwiesen, der Betrag auf diese Weise steuerlich geltend gemacht werden. Ab 200 Euro werden Spendenquittungen ausgestellt. 30 Landwirte sind an der Aktion beteiligt. Zu den Initiatoren zählen neben Zurhorst dessen Rats-Kollegin Anne Lohmann und der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, Robert Schulze Kalthoff.

Laut Zurhorst findet die Blühstreifen-Aktion über die Grenzen Wernes hinaus Beachtung. Sie ist unter anderem Anfang März bei einem Besuch der NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser in Werne Thema. Im Rahmen eines Fachabends mit Landwirten und Politikern im Hotel am Kloster soll es auch um den Nitrateintrag durch das Aufbringen von Gülle gehen.

Hinweistafeln und Online-Infos

Die Blühstreifen, die im Frühjahr angelegt werden, werden mit Hinweistafeln zur Aktion versehen. Diese soll nach Auskunft Zurhorsts keine einmalige sein, sondern im Sinne des Artenschutzes jedes Jahr mit neuem Saatgut wiederholt werden. Dazu wolle man auch die Abwicklung verbessern und unter anderem die Möglichkeit eröffnen, online nähere Informationen zu den jeweiligen Blühstreifen zu hinterlegen. Schon jetzt kann unter bluehstreifen.vermessung-zurhorst.de eingesehen werden, wo sich die geplanten Blühstreifen befinden.

Info:

Wer Blühpate werden will, kann seine Spende auf das Konto DE85 4415 2370 0000 0001 33 der Stadt Werne einzahlen. Das Stichwort lautet „Blühpatenschaft“, außerdem sollte das Kassenzeichen K90020475 und der Name angegeben werden. Zusätzlich können Paten eine Erklärung ausfüllen, die per E-Mail an die Adresse zurhorst@grit.de geschickt oder an der Tourist-Info am Markt abgegeben werden kann. Der Vordruck ist hier sowie online zu bekommen.

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