Bilanz zum Rosenmontag

Werner Narren feiern friedlich, trotzdem landen einige im Polizeigewahrsam

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Die meisten Narren haben an Rosenmontag ausgelassen und friedlich gefeiert - wie hier bei der Feuerwehr.

Werne - Nach dem Karnevalseinsatz an Rosenmontag zieht die Polizei eine vorwiegend positive Bilanz. Der Umzug und die Feier auf dem Marktplatz seien "sehr friedlich" verlaufen. Dem ein oder anderen tat der viele Alkohol allerdings nicht so gut. Fünf Personen verbrachten den Tag zeitweise im Polizeigewahrsam.

Der Rosenmontagsumzug verlief laut Polizei störungsfrei. Und auch die feierwütigen Karnevalisten auf dem Marktplatz hätten vornehmlich friedlich gefeiert, bilanzierte die Polizei am Dienstag.

Doch es gab auch Störenfriede: Ein 29-jähriger Mann aus Werne belästigte bei der Karnevalsparty im Kolpingsaal mehrere Gäste und wurde wegen seines aggressiven Verhaltens von einem privaten Sicherheitsdienst festgehalten, bis die Polizei eintraf. 

Werner Rosenmontagszug I

Werner Rosenmontagszug I

Seine Aggressionen machten auch vor den Beamten nicht Halt: Als die Einsatzkräfte den stark alkoholisierten Werner zur Ausnüchterung mit einem Streifenwagen ins Gewahrsam bringen wollten, leistete er "erheblichen Widerstand". Laut Polizei trat er eine Beamtin, wollte einen anderen Beamten beißen und versuchte, Kopfstöße zu verteilen. Die Polizisten blieben unverletzt. Gegen den 29-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Sieben Strafverfahren und acht Platzverweise

Auf dem Marktplatz fiel einer Fußstreife der Polizei ein alkoholisierter 15-Jähriger auf. Er hatte eine Schreckschusspistole dabei. Der Jugendliche wurde mit zur Wache genommen, die Waffe wurde sichergestellt. Später wurde er seinen Eltern übergeben.

Weil ein alkoholisierter 26-Jähriger aus Bergkamen einem Platzverweis der Polizei mehrfach nicht nachkam und die eingesetzten Beamten beleidigte, durfte sich der junge Mann über einen Aufenthalt im Gewahrsam freuen.

Werner Rosenmontagszug II

Werner Rosenmontagszug II

"Alle fünf Personen, die an diesem Tag zeitweise im Gewahrsam verbracht haben, wurden wieder entlassen. Insgesamt leitete die Polizei sieben Strafverfahren ein und sprach acht Platzverweise aus", so die Bilanz der Polizei.

"Der Umzug und die Veranstaltung auf dem Marktplatz sind sehr friedlich verlaufen. Im Anschluss hat es alkoholtypische Delikte gegeben, allerdings ohne große Brisanz. Insbesondere größere Schlägereien sind ausgeblieben. Wir möchten die gute Zusammenarbeit mit den anderen Kräften von Jugendamt, Ordnungsamt, Sicherheitsdienst und Rettungsdienst erwähnen, die dazu beigetragen haben, dass gezielte Kontrollen hinsichtlich des Glasverbots und Jugendschutzes durchgeführt wurden", betont Polizeihauptkommissarin Stephanie Müller, Leiterin der Polizeiwache Werne.

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