"Werne up'n Patt": Museumsfest mobilisiert nicht so recht 

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ADFC-Helfer luden den Nachwuchs auf dem Platz vor dem Museum zum Fahrradparcours ein.

Werne - Das Museumsfest zur Halbzeit des Mobilitätsprojektes „Werne up’n Patt“ hat am Samstag nicht so mobilisiert wie gedacht.

Dem Motto getreu sollte sich „Werne up’n Patt“ machen und im wie vor dem Museum ein Familienfest feiern. Doch die Resonanz war verhalten. Der Temperatursturz tat wohl ein Übriges. Die Innenstadt bot ohnehin nicht das gewohnte Bild eines Samstags im Sommer.

Döhrer: Resonanz am Vormittag okay

 „Vormittags war die Resonanz noch okay, am Nachmittag wurde es dann sehr ruhig. Trotzdem sind wir ganz zufrieden, denn es war ja der erste Versuch“, bilanzierte Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer die Veranstaltung ganz offen. Sie hatte das Fest zusammen mit Dr. Katharina Hülscher, Leiterin von „Werne up’n Patt“, vorbereitet. Es gehe auch ums Ausprobieren. 187 Besucher zählte das Museum. „Der Wert ist eigentlich ganz gut, aber dennoch haben wir auf mehr Interessenten gehofft“, sagte Döhrer weiter. Sie hob das Positive hervor: Einige Kinder seien zum ersten Mal da gewesen und bei Angeboten wie der Fotoaktion im historischen Gewand oder an der Button-Maschine zu ihrem Vergnügen gekommen – vielleicht auch auf den Geschmack.

Fahrrad-Parcours des ADFC

Es waren buchstäblich bewegende Angebote, die das Programm im Zeichen der Mobilität auf dem Kirchplatz ausmachten. Dank Unterstützung von Vereinen wie dem ADFC. Mit dessen Lastenfahrrad „Ulf“ ging es am Roggenmarkt über einen Parcours, direkt vor dem Museum hatte der Club eine Piste zum „sicheren Fahren“ für die Jüngsten vorbereitet. „Für manchen Vater ist das zunächst eine Hürde, aber die Kinder können es kaum erwarten, bis es losgeht. Schließlich ist ihre Sicht eine ganz andere als von einem üblichen Fahrradanhänger“, beschrieb Betreuer Simon Breuer das Erlebnis mit „Ulf“.

Hilfe von Vereinen und Institutionen

Eine Kreativwerkstatt hatte Stephan Pitsch vorm alten Eingang des Museums eingerichtet. „Das ist ein Beitrag, bei dem Kinder das Stadtmuseum mitgestalten können“, erläuterte er. Die Kleinen bemalten Papphocker, die bei den museumspädagogischen Programmen Verwendung finden. „Die Kinder können dann auf ihrem eigenen Hocker sitzen“, so Breuer. Außerdem war die Verkehrswacht dabei, die VKU warb für den Busverkehr, die Initiative W.I.B.K.E vermittelte wie es ist, in Werne mit dem Rollstuhl unterwegs zu sein. Waffeln und Kaffee gab’s mit Hilfe des Verkehrsvereins und der TV Wasserfreunde. Das Bühnenprogramm mit der AFG-Theatergruppe und einem hörenswerten Jazz-Duo hätte mehr Zuschauer verdient gehabt.

Stadtradeln: Mehr als 65.000 Kilometer 

Passend zum Mobilitätsprojekt „Werne up’n Patt“ ist am Samstag das erste „Stadtradeln“ in Werne zu Ende gegangen. Bürgermeister Lothar Christ zog bei der Eröffnung des Festes bereits ein erstes Fazit: „Das Thema hat eingeschlagen wie eine Bombe. Es haben seit dem Start über 300 Radlerinnen und Radler mitgemacht und dabei über 50 000 Kilometer erradelt. Hätten sie das mit dem Auto gemacht, hätten sie sieben Tonnen CO2 ausgestoßen.“ Bei Redaktionsschluss stand der Tacho bei mehr als 65 000 Kilometern. Es gibt noch eine Nachlauffrist, um Strecken zu melden. 

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