Beste Schülerfirma in NRW: Freude am „St. Christophorus“

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Die Schülerinnen Anna Kuhne (l.) und Christina Bröer sowie Schulleiter Thorster Schröer zeigen die Siegerurkunde, das „Drummel“-Kinderbuch und die Trophäe, die’s in Düsseldorf gab.

Die Schülerfirma „dot. Drummel on Tour“ des Gymnasiums St. Christophorus in Werne hat zusammen mit der „Streetcycled“ vom Max-Planck-Gymnasium in Düsseldorf den „Junior-Landeswettbewerb“ und damit den Titel „Bestes Junior-Unternehmen Nordrhein-Westfalen 2018“ gewonnen.  

Die Freude war groß, als die Jury aus Bildungs- und Wirtschaftsvertretern am Dienstagabend die Sieger in der Jugendherberge Düsseldorf verkündete. Nun dürfen die Jungunternehmer Mitte Juni in Berlin auf dem Bundeswettbewerb für NRW antreten und haben die Chance, Deutschlands beste Schülerfirma zu werden.

Am Gymnasium St. Christophorus wurde der erste Platz auch noch am Mittwoch gefeiert. „Wir haben viel Arbeit in das Projekt gesteckt und waren total aufgeregt. Jetzt wissen wir, dass sich die Mühe gelohnt hat. Wir sind alle extrem glücklich“, sagt Schülerin Anna Kuhne. 

Die 17-Jährige war am Dienstag zusammen mit ihren 18 Schülerfirma-Kollegen und Betreuungslehrer Thorsten Schröer, zugleich Schulleiter, nach Düsseldorf gereist. In der dortigen Jugendherberge hatten sie das Produkt ihrer Schülerfirma vorgestellt: ein interaktives Kinderbuch zum Thema Europa. Acht weitere Finalisten aus NRW hatten versucht, die Wettbewerbs-Jury von ihrem Projekt zu überzeugen. 

Auszeichnung auch für die Internet-Seite 

Die Aufregung, von der Kuhne am „Tag danach“ erzählt, war eine doppelte. Vor der mit Spannung erwarteten Siegerehrung in der Kategorie „Bestes Junior-Unternehmen NRW 2018“ wurde der bundesweite „Best Website Award“ vergeben, und hier war mit Leon Burkardsmaier ebenfalls ein Christophorus-Schüler erfolgreich: Platz 2 gab’s. Burkardsmaier, damit bester NRW-Vertreter, hat den Internet-Auftritt der hiesigen Schülerfirma gestaltet. Der Online-Blick lohnt in der Tat: Auf www.dot-kinderbuch.de ist alles Wissenswerte zum Projekt zu erfahren. 

Mit einer Power-Point-Präsentation hatten die Pennäler aus Werne Geschäftsidee und Entstehung ihrer Schülerfirma vorgestellt. An einem Info-Stand gaben sie später auch Interviews. „All das floss in die Wertung ein“, berichtet Dot-Mitarbeiterin Christina Bröer (17).

„Wie ein dritter Leistungskurs“ 

Beim Bundeswettbewerb vom 20. bis 22. Juni in Berlin, für den sich die Werner Schüler qualifiziert haben, werden sie sich ein weiteres Mal präsentieren. Sollten sie auch dort erfolgreich sein, geht’s zum Europa-Entscheid in die serbische Stadt Belgrad. Ob’s reicht? „Wir hätten schon Lust hinzufahren“, sagt Schröer. Der Termin 17. Juli werde jedenfalls freigehalten, auch wenn er in den Sommerferien liege. 

Beim Bundesentscheid in Berlin zahlt der Ausrichter die Kosten für jeweils sieben Firmenvertreter samt Schulpate. Die 19 Christophorus-Schüler wollen aber alle gemeinsam „on Tour“ gehen. „Wir legen die Kosten um; dann werden wohl alle einen kleinen Eigenanteil zahlen“, berichtet Schröer.

Der Schulleiter zollt den Mitarbeitern der Schülerfirma seinen allergrößten Respekt. Sie hätten, was den inhaltlichen und zeitlichen Aufwand betrifft, „einen dritten Leistungskurs“ aus dem Projekt gemacht. Zum Entscheid in Berlin sei man nun in das Bundeswirtschaftsministerium eingeladen. Auf dieser Bühne könnten sich die Oberstufen-Schüler „wie Könige fühlen“.

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