Bestatter will Friedhofskapelle am Südring übernehmen

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Die Trauerhalle am Südring soll ab 1. Mai von einem Bestatter in privater Regie betrieben werden.

Werne – Für die seit Jahren wegen ihres schlechten Zustands in der Kritik stehende Friedhofskapelle am Südring zeichnet sich eine Lösung ab: Der Werner Bestatter Thorsten Lünebrink beabsichtigt, den Betrieb und die Unterhaltung der Halle zu übernehmen.

Die Verträge zwischen Lünebrink und der Kirchengemeinde St. Christophorus als Eigentümerin sind unterschriftsreif. Es fehlt noch der Beschluss der politischen Gremien, die Halle als öffentliche Einrichtung der Stadt Werne aufzugeben.

Am 20. März beschäftigt sich der Ausschuss für den Kommunalbetrieb Werne (17.30 Uhr, Stadthaus) mit dem Thema, am 3. April folgt die endgültige Beschlussfassung im Stadtrat (17.30 Uhr, Altes Rathaus).

Betrieb soll verlegt werden

Die Übertragung der Halle an das Bestattungshaus soll zum 1. Mai erfolgen. Inhaber Thorsten Lünebrink will sich zu seinen konkreten Plänen erst äußern, wenn die Verträge perfekt sind. Laut Vorlage zur Sitzung des Betriebsausschusses plant der Bestatter aber die Verlegung seines Betriebes von der Burgstraße zum Südring.

Die im Jahr 1963 von der Stadt Werne auf dem Friedhofsgelände errichtete Halle ist seit Längerem wegen ihrer Ausstattung und baulichen Mängel in der Kritik. Sie entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine würdige Trauerkultur, hieß es in den Beratungen im KBW-Ausschuss. Bestatter Lünebrink hat schon in der Vergangenheit auf eigene Initiative in die Ausstattung der Halle investiert.

Vertragsauflösung mit Kirchengemeinde

Eigentümer der Halle ist die katholische Kirchengemeinde, die Stadt Werne hat sich vertraglich verpflichtet, für die bauliche Unterhaltung zu sorgen und die laufenden Kosten zu tragen. Der Rat soll nun beschließen, den Vertrag zwischen der Stadt Werne und der Kirchengemeinde zum 30. April aufzulösen und die Satzung über die Benutzung der Friedhofskapelle vom 21. März 1966 aufzuheben. Die Kirchengemeinde habe bestätigt, dass die Nutzung der Kapelle und der Aufbewahrungsräume im bisherigen Umfang durch vertragliche Regelung mit dem neuen Betreiber gesichert sei, heißt es weiter in der Sitzungsvorlage.

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