Kolleg-Turnhalle geht nach Sommerferien in Betrieb

Stellten den Stand der Sanierung der Freiherr-vom-Stein-Sporthalle vor: Projektleiter Andreas Rudolf (v.l.), Jürgen Artmann, stellvertretender Schulleiter, und Detlef Schroeder, Fachbereichsleiter Bauen beim Kreis Unna.

Werne - Die neue Zweifach-Turnhalle am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg kann nach Beseitigung der Wasserschäden nach den Sommerferien in Betrieb gehen. Zeitgleich sollen die Schul-Außentoiletten komplett saniert sein und soll der Startschuss fallen für die Umgestaltung des Eingangsbereichs. Hingucker: ein gläserner Laubengang.

Die Turnhalle: Sie wird zwar schon Mitte Juli fertig, aber dann sind erst einmal Sommerferien. Auch die Vereinssportler müssen bis danach warten. Bekanntlich hatte die Sportstätte, die der Kreis als Schulträger mit finanzieller Beteiligung der Stadt Werne gebaut hat, schon vor einem halben Jahr zur Verfügung stehen sollen. Doch es gab gleich zwei Wasserschäden. Der am Dach des Umkleidetrakts hatte keine gravierenderen Folgen, der in einer der Toiletten schon. Dort war während des Baus zunächst unbemerkt eine Schraube in einen der Spülkästen hinein- und wieder herausgedreht worden. Der Behälter leerte und füllte sich unentwegt, bis die sich ausbreitende Feuchtigkeit die Wände hinaufkroch undentdeckt wurde. Im Ergebnis sei ein Schaden von 300.000 Euro entstanden, so Schröder. 

In der neuen Zweifachhalle gibt es jetzt eine Kletterwand.

Der komplette bereits geflieste Fußboden samt Heizung musste wegen Schimmelbildung beseitigt und erneuert werden, gleiches galt – bis aufs Ständerwerk – für den unteren Teil der zahlreichen Trockenbauwände. Glück im Unglück: Die Versicherung kommt für die Schäden auf. Erfreulich: Von den 3,6 Millionen Euro veranschlagten Baukosten bleiben laut Schroeder etwa 150.000 Euro übrig, sodass auch Werne mit einer Rückzahlung rechnen kann. 

Die Außentoiletten: Sie sind bereits entkernt und werden für 300.000 Euro komplett neu ausgestattet. Neben klassischen Kloschüsseln und Urinalen wird sowohl im Damen- als auch im Herren-Bereich jeweils ein Hock-WC eingebaut, wie man sie aus Frankreich und anderen südlichen Ländern kennt. Jürgen Artmann, stellvertretender Schulleiter, verspricht sich davon weniger Verunreinigungen und Reinigungsbedarf: „Manche Menschen setzen sich nicht gern auf Schüsseln und nutzen die WCs dann nicht sachgerecht.“ Neu sind zudem ein Behinderten-WC und ein gemeinsamer Eingangsflur für Männlein und Weiblein. „Durch den Windfang und durch den Einbau einer Lüftungsanlage sparen wir eine Menge Heizenergie“, erläuterte Schroeder.

Die Außentoiletten werden derzeit saniert.

Der Eingangsbereich: Er wird umfassend erneuert und erhält ein gleichmäßiges Gefälle von der Straße Becklohhof bis zum Haupteingang, angelegt mit neuen, mindestens quadratmetergroßen Pflasterplatten. Auch Bänke und Hochbeete gibt’s neu. Vier Bäume sollen dem Aufgang Allee-Charakter verpassen. Die Stahlkonstruktion direkt vor den Eingangstüren, die früher ein Glasdach getragen hat, kommt zugunsten einer komplett neuen Überdachung weg. Diese soll als Laubengang von Hauptgebäude in Richtung Außentoiletten und Forum gestaltet werden. Zentral wird es eine Rollstuhlrampe für den kurzen Weg in Richtung Parkplatz geben. Kostenpunkt für die Maßnahmen: insgesamt rund 400 000 Euro. Schroeder hofft auf einen Abschluss dieses Bauvorhabens noch in diesem Jahr.

Nach den Sommerferien ist der Eingangsbereich vorm Hauptgebäude an der Reihe.

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