Baustart an der Bonenstraße bietet Grund zum Schmunzeln

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Vergängliche Kunst: Der Grinch grüßt am Bau.

Werne - Nach mehrfachem Aufschub geht’s weiter mit der Neugestaltung der Bonenstraße. Das bot gestern sogar Anlass, sich beim Blick gen Moormannbrunnen verwundert die Augen zu reiben. Grund war ein Schelmenstücks, mit dem ein Künstler-Duo dem „Weihnachtshasser“ zu einem Auftritt verholfen hat.

Just zum Kino-Start von „Der Grinch“ war mit dem haarigen Griesgram und Festtagsfeind aus dem Animationsfilm sowie einiger Tannenzweige und Christbaumkugeln einer der Baumstümpfe verziert, die nach dem Fällen der Platanen im Frühjahr nächste Woche endgültig beseitigt werden. Die Spur der Guerilla-Künstler führt übrigens dort hin, wo die Baumaßnahme 2020 mit dem letzten Abschnitt der Innenstadterneuerung enden soll: am Kreisel vor dem Kino ... 

Anliegerin Monika Kemper hat die Street Art gleich inspiriert, die just zum Weihnachtsgeschäft eingerichtete Baustelle vor der Ladentür gleichfalls mit Humor zu nehmen: „Ich werde mir eine Girlande besorgen und damit den Bauzaun schmücken“, kündigte die Inhaberin des Kartenladens an. Mal sehen, wie ansteckend das wird. 

Baumstümpfe werden entfernt

Der prüfende Blick der Baufachleute galt indes einem anderen Weihnachtsschmuck: Das Stadtmarketing hat die Lichtergirlanden auch quer übers Baufeld gespannt. Die genügen zwar der üblichen Durchfahrthöhe, aber wenn der Bagger mit dem langen Arm zu buddeln beginnt oder der Lkw Material abkippt, dann ist erhöhte Vorsicht angesagt – oder man baut die Lichterketten besser gleich wieder ab. 

Was Anlieger und Passanten als nächstes erwartet, erläuterte Adrian Kersting vom Kommunalbetrieb. In der kommenden Woche wird das Unternehmen Eurovia die besagten Baumstümpfe und Wälle ringsum beseitigen, damit von der Steinhausgasse mittig eine Fahrgasse für den Baustellenverkehr entsteht. Im ersten Bauabschnitt werden sich die Kolonnen die Nordseite vornehmen, am Elfgiebelhaus mit der Erneuerung der Kanalanschlüsse beginnen und abschnittsweise das neue Pflaster verlegen. 

Zweiter Abschnitt bis Mitte März

So arbeiten sie sich über die etwa 150 Meter bis zum Alten Steinhaus vor. „Das wird bis etwa Mitte Januar dauern“, sagte Kersting. Dann soll bis Mitte März der zweite Abschnitt in der Platzmitte folgen und schließlich die Südseite der Achse Moormannplatz-Adenauerstraße. Die Steinhausgasse und der Büchereiplatz am Bült sind in Abschnitt vier an der Reihe. Im April soll alles fertig sein. 

Mit 70 Prozent NRW-Zuschuss investiert die Stadt hier 950 000 Euro, die über den Gebührenhaushalt finanzierte Kanalerneuerung ist mit 190 000 Euro kalkuliert. Über die einzelnen Maßnahmen und etwaige Einschränkungen in der Fußgängerzone berichtet der WA, wie schon bei den vorherigen Projektabschnitten, wöchentlich im Baustellenrapport.

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