Forderung nach einem durchgängigen zweigleisigen Ausbau

Im Kampf ums zweite Gleis auf der Bahnstrecke Münster-Dortmund lassen Kommunen nicht locker

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Ein Zug wartet, damit ein anderer passieren kann. Nur so läuft’s auf der eingleisigen Strecke mit Ausweichschienen einzig an Bahnhöfen wie hier in Werne. Entlastung sollen zunächst sechs Kilometer Begegnungsstrecke Capelle-Ascheberg schaffen. Das genügt den Anrainerstädten wie dem Nahverkehrsverband NWL nicht. 

Werne - Im Kampf ums zweite Gleis auf der Bahnstrecke Münster-Dortmund wollen sich die Anrainer-Kommunen noch nicht geschlagen geben.

So haben Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und sein Dortmunder Amtskollege Ulrich Sierau für nächsten Montag über das hiesige Bürgermeister-Büro zu einer Pressekonferenz nach Münster eingeladen.

Die Themen: die Engpassbeseitigung auf der Strecke und die erneute Forderung nach einem durchgängigen zweigleisigen Ausbau. Diese wird in der Region schon seit vielen Jahren erhoben und kam neuerlich beim „Bahngipfel“ Ende März in Werne zur Sprache. 

Irritationen über die Länge des Ausbaues

Da hatten sich die Bürger- und Oberbürgermeister der Kommunen entlang der Strecke sowie Vertreter der beiden Landkreise für das Projekt stark gemacht. 

Der Bund plant bekanntlich einen Teil-Ausbau der Strecke. Jüngst aber gab es Irritationen, auf welcher Länge. Zunächst war von lediglich sechs Kilometern die Rede, später von einemAusbau in zwei Stufen über weitere mehr als 20 Kilometer. 

Bahn bestätigt: Strecke zwischen Dortmund und Münster wird gesperrt

Anlass für die Pressekonferenz, die in den Räumen der IHK Nordwestfalen stattfindet, ist laut Einladung die „nicht zufriedenstellende“ Antwort der Deutschen Bahn auf die Resolution, die Ende März in Werne unterzeichnet worden war. 

Stündlicher Einsatz des RRX - ohne Halt in Werne

Daher wolle man das Thema ein weiteres Mal „auf der Agenda setzen“. Möglicherweise kommen am Montag auch die jüngst veröffentlichten Unterlagen des Bundesverkehrsministeriums zum „Deutschlandtakt“ zur Sprache. 

Bei dem vom Ministerium unterstützten Vorhaben, bis zum Jahr 2030 alle öffentlichen Verkehrsmittel aufeinander abzustimmen, spielt die Bahnstrecke Münster-Dortmund eine mehr oder weniger untergeordnete Rolle. 

"Wir für Werne": Pläne für den Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen sind ein Witz

Den Plänen von Gutachtern zufolge soll hier neben dem Nahverkehr (RB 50) eine einzige Fernverbindung realisiert werden. Wenn dieser Schnellzug nicht verkehre, sei ein stündlicher Einsatz des geplanten RRX (Rhein-Ruhr-Express) möglich. Dieser würde zwischen Münster und Dortmund allerdings nur in Lünen Halt machen und damit weder in Ascheberg noch in Werne.

 Beim Güterverkehr sind den Gutachter-Plänen nach keine regelmäßigen Verbindungen zwischen Münster und Dortmund vorgesehen. Dabei führen die Befürworter eines Ausbaus ins Feld, dass solch eine Maßnahme gerade auch wegen eines wachsenden Warentransports auf der Schiene notwendig sei.

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