Ausbau-Entwurf für A 1 ist fertig

Die alte Wand bietet den Stockumer längst keinen optimalen Schutz mehr vor dem Lärm der Autobahn.

WERNE - Der Entwurf für den sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen der Anschlusstelle Hamm-Bockum und dem Kamener Kreuz ist fertig und liegt jetzt den Ministerien von Bund und Land zur Prüfung vor. Die für den Bau zuständige Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßen.NRW rechnet damit, dass sie das Papier ab Jahreswechsel für das notwendige Planfeststellungsverfahren aufbereiten kann.

Das Verfahren selbst könne dann frühestens Anfang 2016 mit der Offenlegung der Pläne beginnen und dauere den Erfahrungen nach noch einmal rund zwei Jahre, sagt Roland Krumm. Er ist in der Coesfelder Behörde Projektleiter für die gesamte Verbreiterung der Schnellstraße zwischen dem Kamener Kreuz und der Landesgrenze zu Niedersachsen. Von den insgesamt zehn Abschnitten auf der 91,5 Kilometer langen Strecke sind bereits drei fertig, am vierten zwischen der Dortmund-Ems-Kanalbrücke und der Abfahrt Münster-Süd wird aktuell gearbeitet.

Der hiesige Abschnitt werde vermutlich der letzte sein, der fertiggestellt werden könne, sagt Krumm. Zu einem Baustart komme es erfahrungsgemäß sechs Monate nach Ende einer Planfestellung, sofern nicht gegen diese geklagt werde, also frühestens Mitte 2018. Die Kosten würden auf 100 Millionen Euro geschätzt und vom Bund getragen.

Bekanntlich hat sich die Niederlassung Hagen um die Entwurfsgestaltung für den hiesigen Abschnitt gekümmert – und das zur allgemeinen Zufriedenheit der Stockumer, wie nach einer zweiten Bürgerversammlung zum Thema im Dezember deutlich wurde. So erhalten sie einen verbesserten Lärmschutz durch eine hohe Wand und so genannten Flüsterasphalt. Dieser soll auch den Verkehrslärm westlich der Strecke vermindern; weiterer aktiver Schutz in diese Richtung ist aber nicht geplant.

Ob alle im Vorfeld zugesagten Maßnahmen auch wirklich in den Planungen berücksichtigt sind, darüber könne seine Niederlassung Auskunft geben, sobald der Entwurf hier eingegangen sei, betont Krumm. Offen gelegt werde das Papier in jedem Fall – wie gesetzlich vorgeschrieben – zu Beginn der Planfeststellung durch die Bezirksregierung Arnsberg, und das einen Monat lang. Auch zwei Wochen über den Zeitraum hinaus könnten Bürger noch Einwände formulieren, denen dann nachgegangen werde und die später in einem – allerdings nicht-öffentlichen – Erörterungstermin zur Sprache kämen. Am Ende fasse die Bezirksregierung den Beschluss. Erst dann stehe der Klageweg offen, erläutert Krumm. - am

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