Arbeiterwohlfahrt übernimmt Wernes Kita Nr. 17

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Werne - Für die Stadt Werne ist es die Kindertagesstätte Nr. 17, für ihre Trägerin zumindest die erste in dieser Stadt: Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Unterbezirk Unna soll nach dem nichtöffentlichen Votum des Jugendhilfeausschusses mit dem Betrieb der Einrichtung betraut werden.

Das hat Jugenddezernent Alexander Ruhe nach Freigabe der Entscheidung in der vergangenen Woche am Dienstag mitgeteilt. Wo die Kita entstehen soll, werde in der Planungs- und Liegenschaftsabteilung noch geprüft, sagte Ruhe auf Nachfrage. 

„Wir beabsichtigen, dafür ein städtisches Grundstück zur Verfügung zu stellen, das ein Investor durch Kauf oder Erbpacht übernehmen und bebauen soll. Das Bieterverfahren dafür werden wir in der kommenden Woche einleiten.“ Den Standort könne er in Kürze nennen, so Ruhe. Ein Gerücht wies er dabei als falsch zurück: Es wird nicht der abgängige Tennenplatz im Dahl bebaut, wie es die Runde macht.

Entwürfe müssen zwei Optionen aufweisen

Wer sich bewirbt, muss zwei Optionen in seinen Entwürfen skizzieren: Eine Einrichtung mit drei Gruppen und eine mit vieren. Denn in puncto Bedarf ist derzeit nur klar, dass er weiter steigt, aber nicht, in welchem Maße. Nach Plan soll die 17. Kita zu August 2020 starten. Das Jugendamt stellt sich aber darauf ein, schon zu August ‘19 mindestens eine Übergangsgruppe in einem Provisorium schaffen zu müssen. Ob der jüngste Trend zu mehr Kindern und früherer Betreuung anhält, wird das laufende Anmeldeverfahren im Dezember an den Tag bringen.

Zusätzliche Kapazitäten entstehen ohnehin schon mit dem laufenden Bau der DRK-Kita und der festen Ansiedlung und Erweiterung der Jugendhilfe-Kita, die vom Übergangsquartier in der alten Barbaraschule zu August ‘20 zum Kita-Campus am Krankenhaus umziehen soll.

Bei der Trägerauswahl unter mehreren Bewerbern, darunter erstmals ein privater, habe die Awo „um Nuancen“ die Nase vor gehabt, sagte Ruhe. Der Unterbezirk hatte sich schon 2016 beworben, als das DRK den Zuschlag bekam. Die Awo betreibt 31 Kitas im Kreisgebiet, hatte in Werne aber bisher einen weißen Fleck auf der Karte.

Was ist mit "Regenbogen-Kita"

Fragezeichen ranken sich derweil noch darum, wie es mit der Kita Unter dem Regenbogen weiter geht. Die Einrichtung in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises musste ihren Bau am Ostring wegen eines Wasserschadens vor einem Jahr räumen und hat bis August 2020 ebenfalls ein Ausweichquartier in der Ex-Barbaraschule. Wie mit der Schadensregulierung der Versicherung durch Sanierung oder Ersatzbau eine neue Bleibe geschaffen werden kann, ist zwischen Träger und Stadt nach wie vor nicht geklärt.

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